Von den roten in die schwarzen Zahlen

Vorarlberg / 10.06.2018 • 14:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Keine Spur mehr von den roten Zahlen früherer Tage, selbst die Rücklagen betragen 840.000 Euro. Stadt Dornbirn
Keine Spur mehr von den roten Zahlen früherer Tage, selbst die Rücklagen betragen 840.000 Euro. Stadt Dornbirn

Dornbirner Seilbahngesellschaft hat genug Geld für Investitionen.

Dornbirn Die Dornbirner Seilbahngesellschaft mit der Stadt als Hauptaktionärin schreibt wieder schwarze Zahlen. Geld in die Kasse bringt vor allem die Karrenseilbahn, die letztes Jahr 355.000 Beförderungen verzeichnete. Die Seilbahngesellschaft betreibt neben der Karrenbahn auch Lifte im Ebnit sowie am Lank auf dem Bödele.

„Profitables Unternehmen“

Auf der Generalversammlung zeigte sich der Aufsichtsratsvorsitzende, Vizebürgermeister Martin Ruepp (ÖVP), mit dem Geschäftsgang mehr als zufrieden: „Die Seilbahngesellschaft konnte, vor allem auch Dank einer sehr guten Geschäftsführung durch Herbert Kaufmann und engagierten Leitern auf dem Karren und auf dem Bödele, in den letzten Jahren zu einem profitablen Unternehmen gewandelt werden.“

Das war früher anders: Jahr für Jahr musste die Stadt tief in die Kasse greifen, um Abgänge auszugleichen. Inzwischen verfügt die Gesellschaft über 3,5 Millionen Euro an Eigenkapital, die Rücklagen belaufen sich auf 840.000 Euro, der Ertrag lag in den letzten Jahren vor Steuern konstant zwischen 590.000 und 750.000 Euro, die Verbindlichkeiten konnten auf 1,1 Millionen Euro reduziert werden. Ruepp führt die gute finanzielle Entwicklung nicht zuletzt auf Baumaßnahmen auf dem Karren zurück: „Die Vergrößerung des Panoramarestaurants hat sich als weitsichtige und goldrichtige Entscheidung bestätigt.“ Inzwischen wurde auf dem Karren eine neue Wegkanzel samt Fernrohr als Aussichtspunkt fertiggestellt. Weitere Investitionen zur Verbesserung des Angebots können aufgrund der soliden finanziellen Verhältnisse laufend vorgenommen werden. Ruepp schließt auch bauliche Erweiterungen nicht aus.

Auch den kleinen Liften der Seilbahngesellschaft geht es gut. Sie profitierten vom ski-freundlichen Winter. Deutlich bessere Umsätze als in den Vorjahren verzeichnete der Skilift im Ebnit. „Bei 68 Betriebstagen konnten die Umsätze und Beförderungen fast verdoppelt werden“, so Geschäftsführer Kaufmann. Auch auf dem Bödele klingelten die Kassen: Vom Saisonstart im Dezember bis Ostermontag gab es dank idealer Schneeverhältnisse 766.000 Beförderungen, 56 Prozent mehr als im Vorjahr. HA

Die Karrenbahn lässt die Kassen der Seilbahngesellschaft kräftig klingeln. VN Steurer
Die Karrenbahn lässt die Kassen der Seilbahngesellschaft kräftig klingeln. VN Steurer