Jugendliche und Betriebe zusammenbringen

Vorarlberg / 07.03.2019 • 17:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das „get together“ in der Bootswerkstatt der Offenen Jugendarbeit Dornbirn  kam jüngst gut an. erh
Das „get together“ in der Bootswerkstatt der Offenen Jugendarbeit Dornbirn  kam jüngst gut an. erh

OJAD lud zum Treffen zwischen Ausbildnern und jungen Leuten.

Dornbirn Den Wunsch, auf eigenen Beinen zu stehen und einen Beruf zu erlernen, haben viele junge Menschen. So auch jene Jugendlichen, die sich in der offenen Jugendarbeit Dornbirn neu orientieren konnten und dort vorübergehend eine Familie gefunden haben. In der OJAD werden die Mädchen und Jungs von Jugendarbeitern und Werkstattleitern in allen Bereichen gefördert und gestärkt, wo sie das brauchen.

Eines Tages sind die Jugendlichen bereit, in die Arbeitswelt einzusteigen. Entscheidende Fragen stehen an. Welche Angebote gibt es und welche Lehre ist die richtige? „Da griffen wir kurzerhand die Idee eines unserer Lehrstellensuchenden auf, Firmenchefs zu uns einzuladen und persönlich ins Gespräch zu kommen“, berichtet Jasmine Riedmann, Projektleiterin von Job Ahoi.

Der Einladung in den liebevoll und festlich arrangierten Rahmen der Bootswerkstatt folgten 25 Personen, darunter Jugendliche, Unternehmer und Politiker. Als Gastgeber des „get together“ präsentierten die Jugendlichen auch mit großem Stolz „die Boesch“, das auf Hochglanz polierte Mahagoni-Boot aus dem Jahr 1965, das an die 100 Jugendliche in minutiöser Arbeit komplett restauriert hatten.

So zeigte sich denn auch Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, der als „Pate“ das Angebot von „Job Ahoi“ immer unterstützt hat, bei seinem Besuch beeindruckt. Er würdigte den niederschwelligen Zugang und das Ansinnen, Potenziale bei den Jugendlichen durch sinnstiftende Arbeit zu entdecken und auszubauen. Auch Stadtrat Guntram Mäser setzte sich dafür ein, zwischen Lehrstellensuchenden und –anbietern zu vermitteln und gab den Jugendlichen konkrete Tipps mit auf den Weg. Die Bemühungen zeigten ihre Wirkung. „Mein Traum war es schon als Kind, etwas zu bauen, etwas entstehen zu lassen. Deshalb suche ich eine Lehrstelle als Maurer“, so der 16-jährige Killian. Mit dem anwesenden Lehrlingsausbildner konnte er gleich einen Schnuppertermin vereinbaren.

Auch der 17-jährige Amr, syrischer Herkunft und neu beheimatet in Vorarlberg, berichtete von den Chancen, die die OJAD für ihn eröffnet hatte. Er ist seit drei Jahren in Österreich, absolvierte den Pflichtschulabschluss im Projekt „Albatros“, arbeitete bei Job Ahoi und begann vor Kurzem eine Lehre als Großhandelskaufmann. „Ohne die Angebote der OJAD hätte ich das nicht geschafft“, so Amr.

Auch von den Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, gab es positives Feedback zur Initiative der Offenen Jugendarbeit Dornbirn: Das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch mit Jugendlichen unterstütze die Firmen bei der Suche nach dringend benötigten Auszubildenden, so der Tenor. erh