Hohenems als neue sportliche Herausforderung

Sport / 22.07.2019 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Neo-VfB-Stürmer Maurice Wunderli geht mit der Nummer neun auf Torejagd. KNOBEL

Torjäger Maurice Wunderli will Hohenems zu einem Höhenflug verhelfen.

Hohenems Tore sind das Lebenselixier eines Stürmers. So auch bei Maurice Wunderli. Dabei hat der ehemalige Altach-Spieler das Projekt Profifußball vorerst einmal auf Eis gelegt. Trotz seiner Torjägerqualitäten schaffte er vor drei Jahren den Sprung nicht. Und so hat sein Beruf absolut Vorrang. Der Doppelstaatsbürger (Österreich/Schweiz) besucht die Fachhochschule in Chur und studiert Betriebswirtschaftslehre. Das berufliche Ziel des Neo-VfB-Spielers ist klar abgesteckt: Wunderli möchte in der Speditionsfirma seines Vater in St. Margrethen in dessen Fußstapfen treten. Mit seinem Wechsel von Höchst nach Hohenems sorgte er nun auch sportlich für Aufsehen. „Es war eine rein sportliche Entscheidung“, sagt er. „Ich wollte unbedingt in der neuen Eliteliga spielen. In der höchsten Liga in Vorarlberg zu spielen, sollte mein Anspruch sein. Jetzt will ich mit Toren dafür sorgen, dass der VfB den angestrebten Play-off-Platz erreicht.

Ganz schnell eingelebt

Wenige Tage vor dem Saisonstart (27. Juli) ist er überzeugt, richtig gehandelt zu haben. „Wir haben einen breiten und qualitativ guten Kader.“ Zudem betont er noch einmal die guten Gesprächen im Vorfeld, die er mit den Vereinsverantwortlichen Peter Sallmayer und Franz Schiffrer hatte. Auch das Mannschaftsgefüge passe bestens: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und fühle mich schon jetzt pudelwohl.“

World of Jobs VfB Hohenems

Kaderliste für die Saison 2019/2020

Tor

1 Florian Eres 5. Juni 1998

1 Noah Miemelauer 1. Dezember 1998

Feldspieler

4 Philipp Glanzer 8. Dezember 1999

5 Stjepan Drobnak 19. Oktober 1998

6 Bünyamin Bilgic 27. September 2000

7 Dominik Fessler 14. Oktober 1998

8 Calvin Gächter 18. August 2000

9 Maurice Wunderli 24. April 1997

10 Kerim Kalkan 28. August 1997

11 Johannes Klammer 13. August 1992

13 Marco Feuerstein 2. Mai 1990

14 Fabian Pernstich 11. Juli 1992

16 Matthias Brugger 9. Februar 1997

17 Luca Dursun 16. Februar 1997

18 Özkan Demir 19. Mai 2000

19 Kevin Dold 11. August 1986

20 Luca Vater 19. Februar 2001

21 Jan Stefanon 2. Jänner 1999

22 Kerim Dagli 21. Mai 1997

25 Tim Wolfgang 20. August 1997

Trainer: Peter Jakubec

Cotrainer: Hans Peter Pircher

Tormanntrainer: Martin Bischof

Betreuer: Peter Malin

Masseurin: Anita Wehinger

Physiotherapeut: Arthur Spapens


Zusammen mit Kerim Kalkan und Jan Stefanon wird Maurice Wunderli wohl den stärksten Angriff in der Liga stellen. Dementsprechend hoch liegt die Messlatte, auch VfB-Trainer Peter Jakubec stellt seinem Wunschspieler im Vorfeld der Meisterschaft nur das allerbeste Zeugnis aus: „Er ist sehr torgefährlich, beidbeinig, kopfballstark und bringt auch die nötige Schnelligkeit mit. All das macht ihn zu einem Topspieler in der Liga. Wir sind froh, dass sich Maruice für uns entschieden hat und sich der sportlichen Herausforderung stellt.“ Wunderli, so Jakubec weiter, könne aber auch seine Mitspieler bestens in Szene setzen – und: „Er kann den Ball auch unter Druck richtig gut verteidigen.“

„In der höchsten Liga in Vorarlberg zu spielen, das muss mein Anspruch sein“

Maurice Wunderli, World-of-Jobs VfB Hohenems

Tore sind sein Lebenselixier

In den letzten eineinhalb Jahren war Wunderli für den Vorarlbergligaklub Höchst im Einsatz. 22 Treffer erzielte er in dieser Zeit für seinen Stammklub. Davor trug der Vollblutstürmer neben dem SCRA-Dress noch die Trikots von Bizau, Vadu und Berg. Nicht zuletzt deshalb wird der Spieler aufgrund seiner relativ vielen Übertritte in kurzen Abständen gerne auch als „Wandervogel“ bezeichnet. Damit soll aber nun Schluss sein. In Hohenems will der Spieler seine sportliche Heimat finden. Er weiß, was die Fans, die Mannschaft und der Trainer von ihm erwarten und er will den Erwartungen gerecht werden. Tore sollen seinen Weg in der Eliteliga pflastern. Am liebsten schon im Auftaktspiel, wenn es gegen seinen Ex-Klub Altach geht. VN-tk