Zurückhaltung beim Meister

Sport / 25.07.2019 • 19:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Wieder in Gelb-Blau ist Peter Muxel ab dem Wochenende im Pflichtspieleinsatz. Der Verteidiger ist nach Wolfurt zurückgekehrt. VN-Lerch
Wieder in Gelb-Blau ist Peter Muxel ab dem Wochenende im Pflichtspieleinsatz. Der Verteidiger ist nach Wolfurt zurückgekehrt. VN-Lerch

Verteidiger Peter Muxel geht mit seinem Stammverein das Projekt FC Wolfurt an.

Wolfurt Nach dem Titelgewinn in der Vorarlbergliga geht es für den Meusburger FC Wolfurt nun in der Eliteliga um Punkte. Der Kader wurde im Vergleich zur Vorsaison zwar verstärkt, dennoch neigt man in der Marktgemeinde nicht zu großen Kampfansagen.

Zurück zu den Wurzeln

Rückkehrer Peter Muxel (28) soll die mit 33 Gegentoren beste Abwehr der Vorarlbergliga-Saison 2018/19 zusätzlich verstärken. Den Wechsel zurück zu seinem Stammverein begründet er damit, in Wolfurt noch viele Freunde aus Jugendtagen in der Mannschaft und im Verein zu haben. Auch die Tatsache, dass sein Bruder Stefan Präsident beim Verein aus der Hofsteiggemeinde ist, habe eine Rolle gespielt: „Dass ich nun die Möglichkeit habe, zusammen mit ihm das Projekt FC Wolfurt anzugehen, hat schon einen gewissen Reiz.“

Pechvogel

Seine vier Jahre beim FC Alberschwende waren vor allem von teils schweren Verletzungen geprägt. Bereits im dritten dritten Vorbereitungsspiel nach seinem Wechsel zum Bregenzerwälder Verein erlitt Muxel einen Knorpelschaden sowie einen Bänderriss im Knöchel. Der Verteidiger fiel somit die ganze erste Saison aus. Die Probleme mit dem rechten Knöchel sollten ihn auch weiterhin begleiten, letzte Saison konnte der Verteidiger lediglich zwölf Spiele in der Vorarlbergliga absolvieren, wurde erst gegen Ende der Saison fit. Trotz allem bereut Muxel seine Zeit beim FC Alberschwende überhaupt nicht: „In Alberschwende hat es mir echt super gefallen.“

„Natürlich wollen wir oben mitspielen, aber das wollen die anderen Vereine auch.“

Peter Muxel, Spieler Meusburger FC Wolfurt


Aufgrund seiner langen Verletzungspausen in der Vergangenheit hat der Wunsch, wieder einmal eine Saison durchspielen zu können, einen dementsprechend hohen Stellenwert. „Schon vor dem Wechsel war klar: egal ob ich in Alberschwende oder Wolfurt spiele, an erster Stelle steht es, verletzungsfrei zu bleiben.“

Die Sensation blieb aus

Durch das Cupspiel gegen den FAC fand das erste Pflichtspiel der Saison bereits vor Eliteliga-Start statt. Dass man gegen den Zweitliga-Vertreter aus Floridsdorf mit 0:3 verloren hat, sieht Muxel recht entspannt: „Ich denke, wir haben uns gut präsentiert. Natürlich war der FAC in allen Belangen besser, aber in der Höhe hat man in der Liga auch schon verloren.“ Für die große Sensation müsse eben alles zusammenpassen: Wenn man in der allerersten Minute das 0:1 bekomme, sei das eben nicht der Fall.

VN.at-Eliteliga 2019/20

Meusburger FC Wolfurt, Kaderliste inklusive Trikotnummern und Geburtsdatum

Tor

1 Laurin Godula 13. Jänner 1995

21 Luka Hammer 10. Jänner 1998

22 Raphael Klauser 17. Oktober 1991

Feldspieler

2 Jan Burtscher 22. Oktober 1998

3 Daniel Brüstle 17. September 1991
4 Nebojsa Balsic 30. Juni 1986

5 Timo Rist 31. Oktober 1995
6 Simon Mentin 29. Jänner 1992

7 Benjamin Neubauer 12.Mai 1992
8 Frederik Meier 8. August 1998
9 Aleksandar Umjenovic 6. April 1991
10 Martin Schertler 25. Juli 1988
11 Tobias Neubauer 12. August 1990
12 Luca Merk 3. April 2000
13 Maximilian Natter 10. Februar 1999
14 Florian Geley 8. Februar 2000
15 Peter Muxel 26. Mai 1991

17 Samuel Moosbrugger 6. Juli 1993

18 Ibrahim Erbek 18. August 1987
19 Aleksandar Djordjevic 29. Juli 1981

23 Xaver Natter 13. Oktober 2000

24 Marco Troy 30. Oktober 1999
29 Daniel Primus 6. Dezember 1995
33 Harun Erbek 8. Juni 1986

Trainer: Joachim Baur

Cotrainer: Jürgen Erath

Tormanntrainer: Thomas Fetz

Betreuer: Robert Radl

Sportlicher Leiter: Sebastian Spettel


Der 28-Jährige Defensivspieler erwartet sich von der neugeschaffenen Eliteliga vor allem eine Spielklasse, in der alles möglich sei. Es gebe seiner Meinung nach keine Spielpaarung, bei der im Vorhinein gesagt werden könne, wer im Normalfall als Sieger vom Platz gehe. „Mit einem Lauf kann man schnell vorne mitspielen, umgekehrt jedoch genauso. Die Liga dürfte eine Gratwanderung werden.“ Dennoch sieht er den VfB Hohenems, die Altach Juniors sowie die Mannschaft aus Langenegg sehr stark aufgestellt, beim DSV werde man sehen müssen, wie sich die vielen neuen Spieler als Mannschaft präsentieren. Trotz dem Titelgewinn in der Vorarlbergliga will er seine Mannschaft in keine Favoritenrolle drängen lassen. „Natürlich wollen wir oben mitspielen, aber das wollen alle“, so Muxel.

Man wird sehen

Klarerweise sei eine gewisse Qualität da, wenn alle in der Mannschaft fit sind. Man müsse aber sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Die angesprochene Qualität der Wolfurter beschränkt sich jedoch nicht nur auf eine starke Defensive. Mit Aleksandar Umjenovic hat man zudem einen Stürmer, der letzte Saison mit 33 Treffern Torschützenkönig geworden ist und auch diese Saison nicht vergessen haben dürfte, wo das Tor steht. FB