Von Vorarlbergern, die sich für andere Personen engagieren

Die VN holen engagierte „Vorarlberger, über die man spricht“ vor den Vorhang.
Schwarzach. Mit der Rubrik „Vorarlberger, über die man spricht“ stellen die VN jeden Tag Personen aus dem Land vor, die etwas Besonderes leisten, einem bestimmten Hobby nachgehen oder sich für andere engagieren.
Außergewöhnliche Menschen, die im vergangenen Jahr in der Rubrik porträtiert wurden, werden hier nun nochmals vor den Vorhang geholt. Menschen, die nicht darüber debattieren, was man tun könnte, sondern ganz konkret tätig werden. Menschen, die nicht lange fragen, sondern anpacken. Menschen, die helfen, unterstützen, Lächeln auf Gesichter zaubern, für andere ganz uneigennützig da sind. Helden des Alltags also.
Denn diese Menschen sorgen Tag für Tag für „Good News“ – und ohne diese Menschen wäre der Alltag oft schwieriger zu bewältigen. Da ist etwa Manuela Kräuter (50), die sich bei „Licht für die Welt“ in afrikanischen Ländern engagiert. Bereits im Alter von 20 Jahren zog es sie in die Ferne. Die junge Frau ging in die Entwicklungshilfe und engagierte sich für Umweltschutzorganisationen. Seit zehn Jahren arbeitet die Dornbirnerin als Leiterin der Programmabteilung Afrika bei „Licht für die Welt“. Es ist eine Tätigkeit, an die sie glaubt und die für die Ärmsten im wahrsten Sinne des Wortes einen Lichtblick darstellt. Bei „Licht für die Welt“ ist die in Wien wohnhafte Vorarlbergerin für Äthiopien, Mosambik und Burkina Faso zuständig. Obwohl ihr Engagement für Außenstehende wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken muss: Kräuter liegt Pessimismus fern. „Es haben sich sehr wohl schon Systeme und Strukturen verändert“, betont sie und führt als Beispiel Burkina Faso an, wo der Staat inzwischen bereit ist, Kinder mit Behinderung in Schulen aufzunehmen. Wichtig sei immer ein partnerschaftliches Miteinander. „Nur gemeinsam können wir etwas einfordern und zum Besseren verändern“, sagt Kräuter. Aus dieser Überzeugung schöpft sie auch Kraft und Motivation.

„Das Schöne und Besondere an dieser Arbeit ist, dass ich mich nun ohne Ablenkung durch andere Tätigkeiten, die im Berufsalltag angefallen sind, den Kindern widmen kann“, erzählt die passionierte Kindergartenpädagogin. Derzeit gibt es Gruppen von Springerinnen im Rheintal und im Walgau. Koordiniert wird das Angebot vom Verein Tagesmütter in Feldkirch.

Er war hier schon als Ferienheimkind, wie sein Vater, der das Traditionshaus, das 2014 sein 100-jähriges Bestehen feierte, mit aufgebaut hat. „Wir sind hier alle für diese zwei Wochen eine Gemeinschaft, abgeschieden vom Rest der Welt“, versucht er, seine Begeisterung in Worte zu fassen. Seit zehn Jahren ist Waibel Leiter des ersten Turnus. Für ihn ist vor allem eine Erkenntnis schön: „Dass sich die Kinder in all den Jahren, seit ich hier bin, eigentlich nicht verändert haben.“

Entwicklungszusammenarbeit ist ihr von Kindesbeinen an vertraut. „Ich habe die Projekte meines Vaters in Nigeria erlebt“, erzählt sie. In ihrem Politik- und Wirtschaftsstudium setzte sie internationale Schwerpunkte. Auch machte sie Praktika bei der UNIDO (der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung) oder bei der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Stelle als „Social Policy Officer“ kam nach dem Studienabschluss wie gerufen: Die junge Volkswirtin mit analytischen Fähigkeiten erhielt die Stelle.

Gesagt, getan: Vom 1. Juni bis Ende Juli 2014 war der Nenzinger mehr als tausend Kilometer unterwegs – zu Fuß von Rust im Burgenland nach Bregenz. Eine stolze Summe von 36.300 Euro ist dabei zusammengekommen. „Jeder Cent kommt direkt meinem Bruder und den vier Kindern zugute“, so der 35-jährige Nenzinger.

Von einer Freundin erfuhr Gehbauer von der Aktion des Kinderdorfs. Mit der Familie Holzknecht aus Satteins war schnell das Richtige gefunden. „Da mein Mann und ich aus Tirol stammen, sehen unsere Kinder ihre Großeltern nicht so oft. Deshalb suchten wir eine Extra-Oma hier im Land“, schildert Sonja Holzknecht. Die „Extra-Oma“ haben Elia und Emanuel in Gehbauer gefunden – sie ist heute ein geschätzter Teil der Familie Holzknecht.

Auch steht sie u.a. zusammen mit anderen Jugendbotschaftern und der Gruppe „groovealoos“ mit dem Musical „stand up!“ auf der Bühne. Und sonntags betreut die 17-Jährige für den mobilen Hilfsdienst (MOHI) ein fünfjähriges Kind mit Behinderung. Nach der Schule will die Jugendliche Sozialarbeit oder Entwicklungshilfe studieren. Erst steht aber noch die Matura an. Thema ihrer Maturaarbeit: Kinderarbeit.

Die Einschulung auf das Rotkreuz-Fahrzeug habe problemlos funktioniert, lediglich die Größe des Autos war gewöhnungsbedürftig. „Der Radius ist doch ein ganz anderer als der eines Pkw.“

