Ein konsequent gesunder Ländle-Weg

Extra / 29.12.2016 • 18:02 Uhr / 9 Minuten Lesezeit
Bodenkultur, eigenes Saatgut und Sortenvielfalt sind an der Landwirtschaftsschule Hohenems wichtige Themen. Bewusste Naturkreislaufwirtschaft bedeutet mehr Lebensqualität für die Tiere und für die Menschen.
Bodenkultur, eigenes Saatgut und Sortenvielfalt sind an der Landwirtschaftsschule Hohenems wichtige Themen. Bewusste Naturkreislaufwirtschaft bedeutet mehr Lebensqualität für die Tiere und für die Menschen.

Regional, fair, gesund, transparent – Good News 2017 im Ökoland.

Bregenz. „Für die konsequente Umsetzung der Landwirtschaftsstrategie 2020 ,Ökoland Vorarlberg – regional und fair‘ sowie der Tourismusstrategie werden Regionalpartnerschaften wie KäseStrasse Bregenzerwald, bewusst Montafon, Biosphärenpark Großes Walsertal mit Walserstolz, Klostertaler Bauerntafel, Genuss Region Kleinwalsertaler Wild und Rind weiter ausgebaut“, informiert Landesrat Erich Schwärzler. Aber nicht nur das: „Auf regionalen Produktmessen werden heimische Lebensmittel verstärkt sichtbar gemacht.“ Eine neue Vertrauensebene zwischen Landwirten und Köchen wird mit dem MehrWERT-Kooperationsprojekt auf- und ausgebaut. Die Vertragslandwirtschaft zwischen Landwirtschaft-Tourismus-Gastronomie wird forciert, und neben den Krankenhäusern sollen zukünftig auch viel mehr Gemeinschaftsküchen Regionalprodukte verwenden.

Direkter Marktplatz

„Die Ausarbeitung einer Strategie für einen Treffpunkt von Landwirten als Anbieter und Konsumenten, welche Wert auf regionale Lebensmittel legen, und diese als ein genussvolles Stück Heimat direkt vom Bauernhof beziehen wollen, ist durch die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH als wichtigen Brückenbauer im Gange“, informiert Schwärzler. „Über die Adressen der Produzenten auf der Homepage sollen die Konsumenten direkt Zugang zu den Produkten vom Bauernhof haben. Darüber hinaus bringt die ausgearbeitete ,3G-Strategie‘ Ländle-Klarheit: ‚Bei Milch und Milchprodukten heißt es ,gehalten, gefüttert, gemolken‘, bei Eiern ,gehalten, gefüttert, gelegt‘, bei Fleisch ,gehalten, gefüttert, geschlachtet‘, bei Obst und Gemüse ,gesetzt, gewachsen, geerntet’ in Vorarlberg.“

Pestizidfreies Ökoland

„Wir bekennen uns dazu, dass auf landeseigenen Flächen keine Herbizide ausgebracht werden“, betont Erich Schwärzler. „In der Beratung und Weiterbildung der Landwirte wird verstärkt auf die Gefahren des Herbizideinsatzes hingewiesen. Die positiven Effekte bei Verzicht werden vermittelt. Wichtig ist auch, dass das Land Vorarlberg entgegen der EU-Strategie konsequent Gentechnik­frei im Anbau bleibt. Im Gegensatz zu anderen Ländern bekennt sich Vorarlberg zur Mutterkuhförderung und setzt diese auch um. Für die Bio-Umstellungsbetriebe übernehmen wir zudem die Flächenförderung in den zwei Umstellungsjahren. In den letzten drei Jahren ist es in der Umsetzung der Landwirtschaftsstrategie 2020 auch gelungen, die folgenden landwirtschaftlichen Produktionsflächen in Richtung Produktvielfalt auszuweiten: Beeren (+29%), Gemüse (+24%), Obst (+21%), Blumen-Heilkräuter-Gewürzpflanzen (+15%), Kartoffeln (+7%). Diese Produktvielfalt wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Die Initiative der Obst- und Gartenkultur Vorarlberg im Ausbau von robusten und regionalen Pflanzen wird vom Land unterstützt.“

Für mehr Lebensqualität

„Good News 2017 heißt für mich, wenn Landwirtschaft und Gesellschaft wieder näher zusammenwachsen, bestehende Partnerschaften gestärkt und neue aufgebaut werden“, plädiert Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger für eine zukünftige Vernetzung. „Das von der UNO ausgerufene ,Jahr des nachhaltigen Tourismus‘ nehmen wir zum Anlass, unseren Fokus speziell auf diese Kooperationen zu richten. Sie haben viel Potenzial, die heimische Landwirtschaft und Gastwirtschaft in den Regionen zu stärken. Das bäuerliche Angebot soll an Attraktivität gewinnen, und zwar durch die Produktvielfalt und den Ausbau bäuerlicher Dienstleistung von der Direktvermarktung bis zu Urlaub am Bauernhof. Damit leistet die Land- und Forstwirtschaft einen aktiven Beitrag zur Lebensqualität in Vorarlberg.“

Neue Zukunftsperspektiven

„Das gibt unseren Höfen neue Zukunftsperspektiven. Im Arbeitsprogramm der Landwirtschaftskammer führen wir 2017 den Schwerpunkt ,Sparsamer Umgang mit fruchtbarem Boden‘ weiter und drängen darauf, dass in der Novelle zum Raumplanungsgesetz dem fruchtbaren Boden ein höherer Stellenwert eingeräumt wird und der Bestand der Landesgrünzone abgesichert wird“, sagt Moosbrugger. „Wir werfen weiterhin unser Auge darauf, dass beim hochwassersicheren Ausbau des Rheins einer bodensparenden Variante der Vorzug gegeben wird.“

Landwirte und Bevölkerung rücken näher zusammen.

josef moosbrugger

Gefahren bei Herbizideinsatz werden verstärkt thematisiert.

erich schwärzler
Josef Moosbrugger: „Unsere bäuerliche Land- und Forstwirtschaft leistet einen aktiven Beitrag zur hohen Lebensqualität in Vorarlberg.“
Josef Moosbrugger: „Unsere bäuerliche Land- und Forstwirtschaft leistet einen aktiven Beitrag zur hohen Lebensqualität in Vorarlberg.“
Das Land übernimmt auch 2017 die Kosten für die Betäubung bei Enthornung und Ferkel-Kastration. Landwirte, die ihren Kälbern die Hörner lassen, wie es die Natur vorgesehen hat, erhalten die volle Abgeltung. Unsere Betriebe halten das Tierwohl hoch. 2017 auch ein Schwerpunktthema der Landwirtschaftskammer, die Bau- und Hofberatungen sowie Informationsveranstaltungen anbietet. Tierwohl ist auch mit intakten Naturkreisläufen verbunden – von Bodennutzung über Futtermittelherkunft bis zur Wirtschaftsweise. Zum fünften Mal wird 2017 der Tierschutzpreis ausgeschrieben. Ein Preisträger 2016 betonte: „Mit Naturkreislaufdenken und achtsamem Umgang mit vorhandenen Ressourcen macht Landwirtschaft Freude und bringt Lebensqualität für Mensch und Tier.“ 
               Dr. Pius Fink, Tierschutzombudsmann

Das Land übernimmt auch 2017 die Kosten für die Betäubung bei Enthornung und Ferkel-Kastration. Landwirte, die ihren Kälbern die Hörner lassen, wie es die Natur vorgesehen hat, erhalten die volle Abgeltung. Unsere Betriebe halten das Tierwohl hoch. 2017 auch ein Schwerpunktthema der Landwirtschaftskammer, die Bau- und Hofberatungen sowie Informationsveranstaltungen anbietet. Tierwohl ist auch mit intakten Naturkreisläufen verbunden – von Bodennutzung über Futtermittelherkunft bis zur Wirtschaftsweise. Zum fünften Mal wird 2017 der Tierschutzpreis ausgeschrieben. Ein Preisträger 2016 betonte: „Mit Naturkreislaufdenken und achtsamem Umgang mit vorhandenen Ressourcen macht Landwirtschaft Freude und bringt Lebensqualität für Mensch und Tier.“

Dr. Pius Fink, Tierschutzombudsmann

Meine Good News für 2017: Die Botschaft „energieeffizient = wirtschaftlich“. Eine ausführliche wissenschaftliche Analyse anhand von konkreten Bauprojekten hat gezeigt, dass die effizientesten bzw. energiesparendsten Gebäude die höchste Wirtschaftlichkeit aufgrund geringster Gesamtkosten aufweisen. 2017 geht es darum, diese Erkenntnisse in die Wohnbaurichtlinien einfließen zu lassen im Sinne eines leistbaren und ökologischen Bauens. Eine weitere gute Nachricht ist die „Energieeffizienzoffensive 2017 mit dem Schwerpunkt Strom“. Eine weitere Initiative heißt „Pellets statt Öl“: Ölheizungen sind schlecht fürs Klima und die Volkswirtschaft – 2017 wird es daher in den Energieförderungen eine Verdoppelung für den Umstieg von Öl auf erneuerbare Energieträger geben! 
               Adi Gross, Energiesprecher (Grüne)

Meine Good News für 2017: Die Botschaft „energieeffizient = wirtschaftlich“. Eine ausführliche wissenschaftliche Analyse anhand von konkreten Bauprojekten hat gezeigt, dass die effizientesten bzw. energiesparendsten Gebäude die höchste Wirtschaftlichkeit aufgrund geringster Gesamtkosten aufweisen. 2017 geht es darum, diese Erkenntnisse in die Wohnbaurichtlinien einfließen zu lassen im Sinne eines leistbaren und ökologischen Bauens. Eine weitere gute Nachricht ist die „Energieeffizienzoffensive 2017 mit dem Schwerpunkt Strom“. Eine weitere Initiative heißt „Pellets statt Öl“: Ölheizungen sind schlecht fürs Klima und die Volkswirtschaft – 2017 wird es daher in den Energieförderungen eine Verdoppelung für den Umstieg von Öl auf erneuerbare Energieträger geben!

Adi Gross,
Energiesprecher (Grüne)

Garten und Natur spenden 2017 wieder Lebenslust. Die 15.000 Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine sorgen für viele positive News. Egal ob Schwerpunktthema „Saatguterhaltung und Saatgutvermehrung“, eine neue Kompostfibel, viele regionale Schwerpunktaktionen, die Entwicklung und Unterstützung neuer Gemeinschaftsgärten, aktive Umweltbildungsarbeit für Kinder und Erwachsene, besondere Kochkurse mit traditionellen Rezepten, die beliebte Obstbörse Vorarlberg, tolle Kinderinitiativen rund ums „Abenteuer Natur“ oder die „Tage der offenen Gartentüren“. Ein schöner „Lohn“ für all das: Vielen interessierten Menschen werden Orte der Entspannung und Kontakt zur Natur geboten. Ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. 
               Markus Amann, Obmann Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Garten und Natur spenden 2017 wieder Lebenslust. Die 15.000 Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine sorgen für viele positive News. Egal ob Schwerpunktthema „Saatguterhaltung und Saatgutvermehrung“, eine neue Kompostfibel, viele regionale Schwerpunktaktionen, die Entwicklung und Unterstützung neuer Gemeinschaftsgärten, aktive Umweltbildungsarbeit für Kinder und Erwachsene, besondere Kochkurse mit traditionellen Rezepten, die beliebte Obstbörse Vorarlberg, tolle Kinderinitiativen rund ums „Abenteuer Natur“ oder die „Tage der offenen Gartentüren“. Ein schöner „Lohn“ für all das: Vielen interessierten Menschen werden Orte der Entspannung und Kontakt zur Natur geboten. Ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.

Markus Amann,
Obmann Obst- und
Gartenkultur Vorarlberg

Dass überall unter Freunden Gemeinschaftsgärten sprießen, sind meine Freude und meine Good News für 2017. Die Zugänge zum Thema Garten und Eigenversorgung sind so unterschiedlich wie die Menschen, die den Boden bebauen. Doch alle wollen aus eigener Kraft der lebendigen Vielfalt dienen in Sachen Biodiversität und gesunder Lebensmittelerzeugung. Wer aktive Gruppen kennenlernen möchte, kann sich auf www.wandeltreppe.at informieren. Zu beachten ist, dass alles seine Zeit braucht, um zu wachsen. Auch das ökologische Gleichgewicht muss sich im Garten erst einstellen. Gleichzeitig braucht die Begegnung der Menschen im Garten Zeit und Raum – die gemeinsame Ernte, sei sie nun groß oder klein, ist immer ein Genuss und gehört gebührend gefeiert. 
               Simone König, Bodensee Akademie

Dass überall unter Freunden Gemeinschaftsgärten sprießen, sind meine Freude und meine Good News für 2017. Die Zugänge zum Thema Garten und Eigenversorgung sind so unterschiedlich wie die Menschen, die den Boden bebauen. Doch alle wollen aus eigener Kraft der lebendigen Vielfalt dienen in Sachen Biodiversität und gesunder Lebensmittelerzeugung. Wer aktive Gruppen kennenlernen möchte, kann sich auf www.wandeltreppe.at informieren. Zu beachten ist, dass alles seine Zeit braucht, um zu wachsen. Auch das ökologische Gleichgewicht muss sich im Garten erst einstellen. Gleichzeitig braucht die Begegnung der Menschen im Garten Zeit und Raum – die gemeinsame Ernte, sei sie nun groß oder klein, ist immer ein Genuss und gehört gebührend gefeiert.

Simone König,
Bodensee Akademie

Wir müssen uns entscheiden, wollen wir in Vorarlberg in Zukunft eine lebendige, innovative Landwirtschaft, die uns mit gesunden, ökologischen Lebensmitteln versorgt? Eine Landwirtschaft, von der die Bäuerinnen und Bauern leben können und die die Natur schützt, anstatt auszubeuten? Wenn ja, dann müssen wir Förderstrukturen schaffen, die an Qualität, Ökologie und Arbeitsleistung anknüpfen anstatt an Masse. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft Vorarlbergs ist geradezu prädestiniert dafür, ein Feinkostladen im Herzen Europas zu werden – gänzlich ohne Bienen schädigende Spritzmittel usw. Ergreifen wir die Chance, dem „Bauernsterben“ und der Abhängigkeit vom globalen Nahrungsmittelmarkt entgegenzuwirken. 
               Daniel Zadra, Landwirtschaftssprecher (Grüne)

Wir müssen uns entscheiden, wollen wir in Vorarlberg in Zukunft eine lebendige, innovative Landwirtschaft, die uns mit gesunden, ökologischen Lebensmitteln versorgt? Eine Landwirtschaft, von der die Bäuerinnen und Bauern leben können und die die Natur schützt, anstatt auszubeuten? Wenn ja, dann müssen wir Förderstrukturen schaffen, die an Qualität, Ökologie und Arbeitsleistung anknüpfen anstatt an Masse. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft Vorarlbergs ist geradezu prädestiniert dafür, ein Feinkostladen im Herzen Europas zu werden – gänzlich ohne Bienen schädigende Spritzmittel usw. Ergreifen wir die Chance, dem „Bauernsterben“ und der Abhängigkeit vom globalen Nahrungsmittelmarkt entgegenzuwirken.

Daniel Zadra,
Landwirtschaftssprecher (Grüne)

Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH ist starker Partner der heimischen Landwirtschaft und wird 2017 verstärkt an Qualitätssicherung, Partnerschaften und landwirtschaftlichen Kooperationen, Beratung und Betreuung von Innovationsprojekten sowie den Umsetzungsmaßnahmen des „Ländle Herkunfts- und Gütesiegels“ arbeiten. Das Ländle-Siegel macht kontrollierte Qualität mit definiertem Wertschöpfungsanteil in Vorarlberg sichtbar. Die so gekennzeichneten Produkte sind sicher, regional, gentechnikfrei, umwelt- und tierfreundlich. Dieses Ländle-Gütesiegel richtet sich nach dem sogenannten 3G-Herkunftsprinzip, wie etwa bei Fleisch „gehalten, gefüttert und geschlachtet“, oder beim Honig „gehalten, gesammelt und geschleudert“ in Vorarlberg. 
               Manuel Gohm, Ländle Qualitätsprodukte Marketing

Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH ist starker Partner der heimischen Landwirtschaft und wird 2017 verstärkt an Qualitätssicherung, Partnerschaften und landwirtschaftlichen Kooperationen, Beratung und Betreuung von Innovationsprojekten sowie den Umsetzungsmaßnahmen des „Ländle Herkunfts- und Gütesiegels“ arbeiten. Das Ländle-Siegel macht kontrollierte Qualität mit definiertem Wertschöpfungsanteil in Vorarlberg sichtbar. Die so gekennzeichneten Produkte sind sicher, regional, gentechnikfrei, umwelt- und tierfreundlich. Dieses Ländle-Gütesiegel richtet sich nach dem sogenannten 3G-Herkunftsprinzip, wie etwa bei Fleisch „gehalten, gefüttert und geschlachtet“, oder beim Honig „gehalten, gesammelt und geschleudert“ in Vorarlberg.

Manuel Gohm, Ländle Qualitätsprodukte Marketing

www.laendle.at