Handlicher Cityblitzer in fünfter Generation

03.05.2019 • 08:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Fünf Modell-Metamorphosen - von A über B und C sowie D und E - hat der Opel Corsa seit seinem Start zu Beginn der 1980er-Jahre durchfahren. Als sportliches Topmodell GSi hat er 150 PS.

Fünf Modell-Metamorphosen – von A über B und C sowie D und E – hat der Opel Corsa seit seinem Start zu Beginn der 1980er-Jahre durchfahren. Als sportliches Topmodell GSi hat er 150 PS.

Auch der Opel Corsa steht gerade vor dem Modellwechsel. Bis es so weit ist, spannt sich die Bandbreite vom genügsamen Stadt-Flitzer bis zur sportlichen GSi-Version.

Auf eine lange Karriere blickt der Opel Corsa zurück. Der Erstling, in der Nomenklatur mit dem Buchstaben „A“ markiert, stammt aus dem Jahr 1982. Er wirkte, wie es in dieser Fahrzeugklasse damals üblich war, optisch recht zurückhaltend, zeigte aber doch die eine und andere schärfere Karosseriekante. Die hat er in den darauffolgenden Generationen – „B“, „C“, „D“ und „E“ – einmal mehr und einmal weniger abgelegt, dafür wurde das Front- und Heckdesign Schritt für Schritt geschärft. Die aktuelle Evolutionsstufe des City-Blitzers ist seit 2014 auf dem Markt.

Jubiläumseditionen

Die zwischenzeitliche Karosserieformen-Vielfalt des kleinen Rüsselsheimers, bestehend aus Fließ- und Stufenheck-Typen mit zwei, drei, vier und fünf Türen, darunter auch ein Cabrio („TwinTop“), nicht zu vergessen die Derivate – den Minivan Meriva und den Nützling Combo –, hat sich auf Drei- und Fünftürigkeit reduziert. Damit fährt der Corsa derzeit ins Finale seiner fünften Generation. Das fällt zusammen mit dem 120-Jahr-Jubiläum von Opel. Zur Feier wurden Sondermodelle aufgelegt. Somit gibt es auch den Corsa in einer „120-Jahre-Edition“. Das ändert jedoch nichts am aktuellen Motorisierungsprogramm.

Reduziertes Programm

Das war bereits unter dem Einfluss der neuen Konzernzugehörigkeit zur PSA-Gruppe (Peugeot, Citroën, DS Automobiles) reduziert worden. Der neue EU-Emissionsprüfzyklus nach WLTP samt der realitätsnahen Verbrauchsmessung (RDE) hat dazu weiter beigetragen. In der Modellauslaufphase steht nur noch ein Aggregat zur Auswahl. Das ist ein 1,4-Liter-Vierzylinderbenziner. Diesel sind momentan gar kein Thema. Aus dem Otto-Aggregat wird eine weit gespannte Leistungsbandbreite generiert. Ohne Aufladung kann der Motor 75 oder 90 PS haben, mit Turbo können es 100 oder 150 PS sein. Sortiert werden die Fahrstufen im Fronttriebler entweder über fünf oder sechs manuelle Schaltstufen, 90 PS kann man auch mit sechsstufiger Wandlerautomatik kombinieren. Die höchste Leistungsstufe ist in der Ausstattungsvariante „Black & Cool“ orderbar. Topmodell ist jedoch die ausschließlich dreitürige Sport-Version, die nicht mehr mit dem Kürzel „OPC“, sondern – traditionell – mit der Markierung „GSi“ gekennzeichnet ist.

Erweiterte Mitgift

Nachgelegt und auf Höhe der Zeit gebracht hatte Opel beim Modellwechsel in Bezug auf Komfort- und Sicherheitsausstattung. An Helfern sind Assistenten zum Bremsen, Spur- und Abstandhalten sowie zur Verkehrszeichenerkennung erhältlich. Auf höchst möglicher Stufe dekoriert ist der GSi. Dazu gehören Alupedalerie, abgeflachtes Sportlenkrad, Schalt- und Handbremshebel in Leder, Sitzhöhenverstellung für Fahrer und Beifahrer, Carbonlook-Dekor, spezifische Frontschürze, Seitenschweller und Heckspoiler sowie 17-Zoll-Aluräder. Die Länge: 4,021 Meter. Der Kofferraum: 280/285 bis 1090/1095 Liter. Das Gewicht: ab 1156/1211 Kilogramm.

Der Preis: ab 14.759/15.299 Euro (Drei-/Fünftürer). Das kostet der 1.4 (Vierzylinderbenziner) mit 75 PS und manuellem Fünfgangschaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „Edition“. Als „120-Jahre-Edition“ kommt er auf ab 15.749 Euro. Der GSi (nur als Dreitürer zu haben) steht mit 22.969
Euro in der Preisliste.

2014 war er vom Scheitel bis zur Sohle neu entwickelt worden.

2014 war er vom Scheitel bis zur Sohle neu entwickelt worden.