Kollektives Bewusstsein

03.06.2019 • 08:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In der Umweltwoche wird das Bewusstsein für Naturkreisläufe geschärft.
In der Umweltwoche wird das Bewusstsein für Naturkreisläufe geschärft.

… schafft die Öko-Wende: Podiumsdiskussion „Abfallvermeidung/Recycling“ am 3. September auf der Alten Fähre in Lochau.

SCHWARZACH Vermüllte Ozeane, verseuchtes Wasser, verpestete Luft, vernichtete Regenwälder und Klimakatastrophen sind traurige Realität. Im Rahmen des Projekts „VN-Klimaschutzpreis 2020“ diskutieren am 3. September von 18 bis 20 Uhr Experten am Podium auf der Alten Fähre in Lochau zum Thema „Müllvermeidung/Recycling“ und werden aufzeigen, dass unser kollektives Bewusstsein für Naturkreisläufe die Wende bringt.

„Sortenrein gesammelte Kunststoffabfälle sind unbegrenzt recyclingfähig“, betont der Chef des Vorarlberger Umweltverbands, Rainer Siegele. Er wird nach einem Kurzreferat ebenso am Podium Platz nehmen wie der Lachauer Bürgermeister Michael Simma, Umweltlandesrat Johannes Rauch und DI Christoph Ortner aus dem Führungsteam von Loacker Recycling, verantwortlich für Umwelt, Sicherheit und Qualität: „Wir leben derzeit in einer Wegwerfgesellschaft. Die Langlebigkeit der Produkte wird nicht mehr priorisiert. Darum ist es wichtig, vor der Verwertung eine sortenreine Trennung der Abfälle zu gewährleisten“, ergänzt DI Ortner zur Thematik, wie der Verwertungskreislauf geschlossen werden kann.

Verwertungseffizienz

„Auch Aufbereitungsmaßnahmen, wie Loacker diese anbietet, tragen zur Erhöhung der Verwertungseffizienz bei. So wird eine Vielzahl von Abfällen wieder zu Rohstoffen und kann effizient und nachhaltig zu Produkten verarbeitet werden. Bestes Beispiel sind Metalle, Glas, Kunststoff, Papier etc. Wir versuchen unseren Beitrag auch im Bereich der Sammlung zu leisten“, führt DI Ortner aus. „Wir schaffen zwei Sammelfahrzeuge mit Gasantrieb an, die mit Biogas – erzeugt aus unserer betriebseigenen Bioabfallvergärungsanlage – betankt werden. Somit schließen wir auch hier den Kreislauf für eine CO2-neutrale Sammlung. Wenn das funktioniert, dann sollte unser Fuhrpark sukzessive auf Gasantrieb umgestellt werden.“

Zusammenarbeit wichtig

„Die Zusammenarbeit mit dem Umweltverband funktioniert ausgezeichnet“, freut sich DI Ortner. „Er ist der größte Kunde aus dem ,nichtindustriellen’ Bereich. Eines der obersten Ziele muss es sein, sich bei der Produktgestaltung im Vorfeld bereits Gedanken zu machen, wie diese Produkte recycelt werden können. Die Entsorgungswirtschaft wird oft erst eingebunden, wenn die Produkte entsorgt bzw. recycelt werden müssen. Bestes Beispiel sind die Lithium-Ionen-Akkus. Die Industrie muss in dieser Sache mehr in die Pflicht genommen werden. Auch die Politik ist hier gefordert.“

Die Klimaschutzpreis-Podiumsdiskussion zum Thema „Littering-Müllvermeidung-Recycling“ findet am 3. September auf der Alten Fähre in Lochau statt. Anmelden für den Klimaschutzpreis: klima.vol.at