„Wir wissen alles, wir müssen nur handeln“

Extra / 03.06.2019 • 10:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Rheinhof-Kindi vom BSBZ in Hohenems lernen die Kinder hautnah, wo unsere gesunden und regionalen Lebensmittel herkommen – und das mit viel Spaß.
Im Rheinhof-Kindi vom BSBZ in Hohenems lernen die Kinder hautnah, wo unsere gesunden und regionalen Lebensmittel herkommen – und das mit viel Spaß.

Der „Wetterbericht für die Welt“ ist schlecht – wir können etwas tun.

BREGENZ „Schwere Gewitter sind angesagt. Starkregenfälle, orkanartige Stürme, Hagel. Mit heftigen Überflutungen wird gerechnet. Normale Reaktion: ,Hoffentlich trifft es nicht uns!‘ oder: ,Es wird schon nicht so schlimm werden‘. Trifft es die einen dann doch, ist die Katas­trophe da – bleiben die anderen verschont, sagen sie ,Gottseidank, gut gegangen!‘. Seit 1992, seit der großen Konferenz in Rio über Umwelt und Entwicklung wissen wir: Der „Wetterbericht“ für die Welt ist schlecht, das Klima kippt und die Artenvielfalt geht dramatisch zurück“, beschreibt Umweltlandesrat Johannes Rauch die globale Situation, die uns alle angeht.

„Bestenfalls 15 Jahre“

„Und jede Konferenz seither, jeder Expertenbericht sagt, es ist nicht besser, sondern schlechter, bedrohlicher geworden. Inzwischen geben uns die optimistischen Prognosen noch zehn, bestenfalls fünfzehn Jahre, um eine Trendwende einzuleiten. Die Jugendlichen von ,Fridays for Future‘ haben das verstanden, deshalb gehen sie auf die Straße. Was wir endlich kapieren müssen ist dies: Kampf gegen die dramatische Klimaveränderung und das Verschwinden der Artenvielfalt ist keine Drohbotschaft, sondern eine Frohbotschaft: Wir können die Welt besser machen – wir müssen es nur wollen! Wenn Steuern so eingehoben werden, wie es gerecht wäre, das Steuersystem so gestaltet wäre, dass Arbeit deutlich weniger, nicht erneuerbare Ressourcen deutlich höher besteuert werden, dann geht das“, führt der Umweltlandesrat aus.

Lösungen gibt es!

„Wenn Landwirtschaft wieder zurückkehrt zur guten Landbewirtschaftung und weg von der indus­triellen Produktion, dann geht das. Wenn Verbrennungsmotoren bis 2030 einfach nicht mehr eingesetzt werden und Mobilität so organisiert wird, wie es beispielsweise Kopenhagen macht, dann geht das. Wenn wir endlich begreifen, dass es um die Zukunft unserer und aller Kinder und Enkelkinder geht, dann geht das. Aber nur dann“, bringt es Johannes Rauch auf den Punkt.

„Wir müssen endlich begreifen, dass es um die Zukunft unserer Kinder geht.“