Benziner bedient als Generator zwei Stromer

05.07.2019 • 06:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Outlander PHEV: Mit der Überarbeitung des Antriebssystems – inklusiveAllrad – hat Mitsubishi zwei neue Fahrmodi installiert: Snow und Sport.

Outlander PHEV: Mit der Überarbeitung des Antriebssystems – inklusive

Allrad – hat Mitsubishi zwei neue Fahrmodi installiert: Snow und Sport.

Überarbeitet hat Mitsubishi das Plug-in-Hybrid-Antriebssystem des Outlander PHEV, in dem ein Verbrenner und zwei E-Motoren für sparsamen Vortrieb sorgen.

Den Verbrennungsmotor-SUV Outlander hat Mitsubishi als Basis genommen, um ein Technologieflaggschiff im Hinblick auf alternative Antriebe zu entwickeln. Das derzeit größte Cross-overmodell der Drei-Diamanten-Marke hat in dieser Klasse das Elektrifizierungszeitalter eingeleitet, sich quasi zum Markenbotschafter der Plug-in-Hybrid-Technologie gemausert. Der PHEV entstand in der dritten Generation des japanischen Allradmodells, das 2012 noch als Benziner und Diesel komplett neu entwickelt seinen Einstand geliefert hatte. 2014 wurde die Alternativantriebsversion auf den Märkten eingeführt, zwei Jahre nach dem statischen Debüt.

Antriebsstrang-Optimierung

Im Vorfeld der mit Beginn des kommenden Jahres anstehenden Verschärfungen der EU-Emissions- und Verbrauchsnormen wurden im Vorjahr sämtliche Komponenten des Antriebssystems weiterentwickelt. Es blieb bei der motorischen Dreifaltigkeit. Doch ist der Verbrenner jetzt ein 2,4-Liter-Vierzylinderbenziner mit 135 PS anstelle des bisherigen Zweiliters mit 121 PS. Der arbeitet unverändert mit gleich zwei E-Aggregaten zusammen, und zwar pro Achse mit einem. Vorne liefert ein Stromer nach wie vor 82 PS, hinten ist einer mit nunmehr 95 PS (zuvor 82 PS) im Einsatz.

Fünf Fahrprogramme

Erhöht wurde ebenso die Kapazität des Lithium-Ionen-Akkus von 12 auf 13,8 kWh bei gleich gebliebenen Dimensionen. Damit geht sich jetzt eine rein elektrische Reichweite von 45 Kilometern (lt. WLTP, lt. altem NEFZ-Prüfzyklus sind es 54 km) aus. Ebenso ein Top-Speed von autobahntauglichen 135 km/h (vorher waren es maximal 125 km/h) im rein elektrischen Fahrmodus. Zusätzlich zur Neuaufstellung der Antriebseinheit – mit elektronisch gesteuertem variablen Allradantrieb –wurden zwei neue Fahrmodi installiert. Zu „Eco“, „Normal“ und „Lock“ kommen „Snow“ und „Sport“. Beim Starten ist der Antriebsstrang grundsätzlich auf Strom gestellt, der Anfahrvorgang erfolgt stets rein elektrisch. Wird Power zum Überholen oder zum Bergauffahren benötigt, übergibt der Elektromotor an der Vorderachse die Antriebsaufgaben dem Benziner, der aber in erster Linie als Generator für den Energienachschub der Elektriker dient. Dafür ist weder händisches Umschalten noch rühren im einstufigen Automatikgetriebe nötig. Der Preis: ab 45.450 Euro in der Ausstattungsstufe „Business Connect“.