Parallel-Karriere mit E-Saft aus einem Akku

Extra / 05.07.2019 • 09:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kia e-Niro: Kompakt-SUV mit mittlerweile dreierlei Antriebsoptionen:Parallel- und Plug-in-Hybrid sowie Batteriestromer in zwei Versionen.

Kia e-Niro: Kompakt-SUV mit mittlerweile dreierlei Antriebsoptionen:

Parallel- und Plug-in-Hybrid sowie Batteriestromer in zwei Versionen.

Begonnen hat der Kia Niro als Verbrenner, mit zwei Hybridversionen wurde fortgesetzt, und jetzt kommt ein reiner Batterieelektriker hinzu – in zwei verschiedenen Varianten.

Das SUV-Portfolio hat Kia 2016 mit dem Niro aufgefüllt. Er ist zwischen dem Soul und dem Sportage platziert. Das Design des knapp 4,4 Meter langen Crossovers stammt von Peter Schreyer, das unterstreicht die betont europäische Ausrichtung, selbst wenn er mit seiner charakteristischen „Tigernase“ und seinen Sparsamkeits-
eigenschaften auch in der südkoreanischen Heimat großen Anklang
findet. Er steht auf einer Frontantriebsplattform, die eigens für alternative Antriebssysteme entwickelt wurde. 4×4 war von vorneherein nicht vorgesehen. Die Antriebstechnik stammt vom Fließheckmodell Ioniq. Das heißt, dass er als Parallel- und als Plug-in-Hybrid in seine Karriere gestartet ist. Der Antriebsstrang setzt sich zusammen aus einem 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner mit Direkteinspritzung und einem Elektroaggregat (Permanent-Synchronmotor).

Zwei Hybride, ein Elektriker

Das ergibt eine Systemleistung von 141 PS, was sowohl für den HEV (Vollhybrid) als auch den PHEV (Plug-in-Hybrid) gilt. Zusammengespannt sind die beiden Hybridsystemvarianten jeweils mit einer sechsstufigen Direktschaltung, im Gegensatz zur bei anderen Herstellern geübten Praxis eines einstufigen Getriebes. Analog zu seinem Technik-Spender wurde das Antriebsprogramm des Südkoreaners Ende des Vorjahres um eine vollelek-trische Version erweitert. Hier besteht die Auswahl zwischen zwei Versionen: einer mit klassenüblichen 136 PS und einer mit kraftvollen 204 PS.

Zwei Leistungsvarianten

Dieser Parallel-Karriere zugrunde liegen unterschiedliche Akkukapazitäten. Die niedrigere Leistungsstufe resultiert aus einer Batterie mit 39,2 kWh Kapazität. Das ermöglicht eine Maximalgeschwindigkeit von 155 km/h und eine errechnete Reichweite von 289 Kilometern (lt. WLTP). Der stärkere e-Niro holt seine Antriebs-energie aus einer 64-kWh-Batterie. Er kann bis zu 167 km/h schnell sein. Seine Reichweite ist – gemäßg seiner Zusatztypenbezeichnung „Long Range“ (Langstrecke) – mit 455 Kilometern (nach WLTP) angegeben. Gekoppelt ist das Aggregat in den Elektro-Niros an ein einstufiges Reduktionsgetriebe. Die Ladedauer liegt je nach Stromquelle und Version zwischen 57 Minuten (auf 80 Prozent) und 31 Stunden (auf 100 Prozent). Der Preis: ab 37.990 Euro mit 136 PS, ab 42.390 Euro mit 204 PS, beide in der Ausstattungsstufe „Titan“ (inklusive Akku).