Die kleinste Großkatze kann zahm oder wild

Extra / 28.11.2019 • 18:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Jaguar E-Pace ist ein Verwandter des Range Rover Evoque der vorigen Generation. Optisch ist er außen wie innen ein echtes Katzenfamilien-Mitglied.
Der Jaguar E-Pace ist ein Verwandter des Range Rover Evoque der vorigen Generation. Optisch ist er außen wie innen ein echtes Katzenfamilien-Mitglied.

 

Mit einer österreichischen Note ist Jaguar ins Segment der kompakten Sports Utility Vehicles eingestiegen: Der E-Pace wird bei Magna Steyr in Graz, Steiermark, assembliert. Abgesehen davon orientierten sich die Engländer zwar an den  Formvorgaben dieser SUV-Klasse, setzten diese aber betont dynamisch um. Das bezieht sich nicht nur auf die vom zweisitzigen Sportler F-Type übernommenen Stilelemente (Scheinwerfer, Heckleuchten). Dazu kommt bulliger Auftritt mit mächtigem Kühlergrill, weiten Lufteinlässen, muskulösen Schultern und kurzen Überhängen.

Der E-Pace ist der zweite Fronttriebler in der Geschichte von Jaguar. Er basiert auf der Technik der ausgelaufenen Generation des Konzern-Bruders Range Rover Evoque (wie der Vorgänger des aktuellen Land Rover Discovery Sport ). Was man ihm nicht ansieht. Das Baumaterial ist Stahl, abgesehen von Alumotorhaube, -dach und -heckklappe, was bedingt, dass er doch stolze 1775 bis 1926 Kilo auf die Waage bringt.

 

Hauseigene Motoren

Vorreiter innerhalb der JLR-Gruppe war er, was die Antriebe betrifft, als erster, der komplett mit eigenentwickelten Motoren. Das sind sämtlich turboaufgeladene 2,0-l-Vierzylinder, Benziner wie Diesel.  Erstere haben 240 und 300 PS, Zweitere 150, 180 und 240 PS. Mit 150 PS wird der Selbstzünder manuell über sechs Gänge geschaltet. Für die 180-PS-Version besteht die Option auf Automatik. Alle anderen Leistungsstufen sind mit neungängiger Wandlerautomatik kombiniert.

Nur der Einstiegsdiesel hat keinen Allradantrieb. Das Standard-4×4-System arbeitet mit einer elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung. Die Top-Leistungsstufen haben ein heckbetont ausgelegtes System, das mit zwei Lamellenkupplungen an der Hinterachse agiert. Damit entwickelt der kleine Jaguar artgerecht sportliche Wildheit.

 

Stabilitätsprogramme

Auch praktische Seiten hat der E-Pace. 557 Liter Kofferraum, erweiterbar auf 1234 Liter. Weiters gibt‘s fünf USB-Schnittstellen und vier 12-Volt-Anschlüsse. Das Konvolut an Assistenzsystemen ist ziemlich komplett, inkusive Wankneigungs- und  Anhängerstabilisierung. Im Optionen-Programm: unter anderem 21-Zoll-Räder, Matrix-LED-Lichter, Glaspanoramadach,  elektrisch ausfahrbare Anhängerkupplung und vieles mehr.

Der Preis: ab 40.150 Euro. Das kostet der frontgetriebene D150 (2,0-Liter-Diesel) mit 150 PS und manuellem Sechsgangschaltgetriebe in der Basisausstattungsstufe. Mit Allradantrieb kommt er auf ab 42.900 Euro, mit gleichem Motor, Getriebe und im selben Mitgift-Niveau.