Körperlich ein Zwerg, im Gelände ganz groß

Extra / 28.11.2019 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alles drin, was man braucht – auch von innen ein echter Offroader.
Alles drin, was man braucht – auch von innen ein echter Offroader.

Der Suzuki Jimny kann nicht mit Leis­tung im Sinne von Pferdestärken protzen. Dafür fährt er offroad so manch gewichtigerem Mitbewerber locker und lässig auf und davon.

 

Der Jimny stand immer schon im Ruf, meisterhaft durchs Unwegsame pflügen zu können. In Japan ist er ein echter 1968er, das ist sein Geburtsjahr, in Europa hat er seine erste Generation 1998 angetreten. Optisch war er kaum auf Schönheitswettbewerbe ausgerichtet, viel wichtiger war Jägern und Waldleuten seine Handlichkeit, Leichtgewichtigkeit, Unkompliziertheit und Geschicklichkeit auf schmalen Pfaden.

 

Kantig und keck

Schon die statische Präsentation der zweiten Generation war eine Sensa­tion. Seinen unverändert würfeligen Aufbau hatte die Designabteilung in völlig unverschnörkelte Kantigkeit mit keck ausgestellten Radhäusern gekleidet. Er muss gar nicht in knallig-grünstichigem Gelb auftreten, um bereits von Weitem aufzufallen.

 

Sinnvolle Technik

Etliche der angestammten Stärken wurden dem 3,65-Meter-Zwerg belassen: die technische Simplizität, auch wenn kein Modell, sei es auch noch so rudimentär, mehr an Elektronik und Digitalisierung vorbeikommt.

Überschaubar ist das Motorisierungs­angebot. Es besteht nur noch aus einem Benziner, der Diesel wurde aussortiert. Das Otto-Aggregat, gekoppelt entweder an fünf manuell oder vier automatisch geschaltete Fahrstufen, hat 1,5 Liter Hubraum und liefert bescheiden wirkende 102 PS (und 130 Newtonmeter Maximaldrehmoment) ab. Das relativiert sich angesichts des moderaten Gewichts von ab 1165 Kilogramm. Damit muss das zuschaltbare Allradantriebs­system samt Geländeuntersetzung nicht allzu schwer arbeiten, um selbst in schmierigem Schlamm für zuverlässigen Vortrieb zu sorgen.

 

Für die Zweisamkeit

Als Familienauto hat der Jimny nur eingeschränkte Talente, nicht zuletzt aufgrund seiner Dreitürigkeit, die den Zugang zum Fond für Erwachsene zur kniffligen Schlängelei macht. Auch ist auf der Hinterbank bei 2,25 Meter Radstand der Sitzraum ohnehin sehr eingeschränkt. Der Basiskofferraum misst 85 Liter, verwendet man den Fondraum fürs Beladen, können es bis zu 800 Liter sein.

Der Preis: ab 19.490 Euro. Das kostet der zuschaltbar allradgetriebene 1.5 VVT ALLGRIP (Benziner) mit 102 PS und manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „pure“. Mit vierstufiger Wandlerautomatik im Mitgiftniveau „clear“ kommt er auf ab 22.490 Euro.

Suzuki Jimny: Mit gerade einmal 3,645 Metern Kürze und 102 PS Spitzenleistung macht sich der kleine Japaner in ernsthaftem Gelände groß und stark.
Suzuki Jimny: Mit gerade einmal 3,645 Metern Kürze und 102 PS Spitzenleistung macht sich der kleine Japaner in ernsthaftem Gelände groß und stark.