Vorarlberg kratzt heuer an 400.000er-Marke

Extra / 29.12.2019 • 15:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Vorarlberg lässt es sich gut leben: Die Einwohnerzahl wächst stark. Alleine in den letzten zehn Jahren sind 28.661 Bewohner dazugekommen.VN/Steurer
In Vorarlberg lässt es sich gut leben: Die Einwohnerzahl wächst stark. Alleine in den letzten zehn Jahren sind 28.661 Bewohner dazugekommen.VN/Steurer

Beliebter denn je: hohe Lebensqualität, gute Beschäftigungslage.

Schwarzach Die Chancen auf positive Schlagzeilen stehen 2020 gut. Eine wird gegen Ende des Jahres vermutlich die Bevölkerungsentwicklung betreffen. Vorarlberg wächst mit jedem Tag. Immer mehr Menschen zieht es in jenes Bundesland, das laut Umfragen mit die höchste Lebensqualität vorzuweisen hat. Zwischen See und Gebirge werden vor allem die Sport- und Freizeitmöglichkeiten geschätzt. Gute Noten gibt es auch für die Einkaufsmöglichkeiten, das Gesundheits- und das Kulturangebot. 397.532 Menschen leben mittlerweile in Vorarlberg. Innerhalb von nur zehn Jahren ist das Land um 28.661 Bewohner angewachsen. Im November oder Dezember des Jahres sollte die 400.000er-Marke erreicht sein.

Niedrige Arbeitslosenquote

Gute Nachrichten wird es 2020 auch vom Arbeitsmarkt geben. „Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 5,9 Prozent. Das ist der geringste Wert im November seit 2001“, so Bernhard Bereuter, Landesgeschäftsführer des AMS. Der Wirtschaftsmotor brummt weiter, wenn auch etwas verhaltener als zuletzt. Für den Standort sind die Voraussetzungen dennoch bestens. „Vorarlbergs Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren absolut positiv entwickelt, und wir haben in vielen Branchen quasi Vollbeschäftigung“, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Es gelte jetzt, diesen Schwung zu nutzen. Ziel sei es, Vorarlberg zum Land der besten Fachkräfte zu machen.

Wachstum sind „Good News“. Und solche guten Neuigkeiten erwarten sich auch Industrie und Wirtschaft. Die Vorzeichen jedenfalls stehen gut. Auch wenn die Wirtschaftsdynamik eingebremst ist, steht für Vorarlberg ein Plus in der Prognose der Bank-Austria-Analysten. 1,1 Prozent sollen es am Ende sein, österreichweit wird ein Plus von 1,5 Prozent erwartet.

Für eine rosige Zukunft braucht es Bildung. „Sie ist ein Schlüssel für den Erfolg Vorarlbergs“, sagt Landeshauptmann Wallner. Auf dem Bildungsweg dürfe kein Jugendlicher mehr zurückgelassen werden. Die Bemühungen in der Bildung würden sich auch in der Markenstrategie des Landes wiederfinden. „Vorarlberg soll 2035 der chancenreichste Lebensraum für Kinder sein. In diesem Sinne werden wir unsere Leitprojekte weiter konsequent vorantreiben“, so Wallner, der den Ausbau der Fachhochschule zu einem Campus, die landesweite Ausrollung von code4kids, Familientreffpunkte in den Gemeinden und das Projekt „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ aufzählt.

Stoff für gute Nachrichten wird 2020 so schnell nicht ausgehen, das steht jetzt schon fest. VN-MIG

„Der Arbeitsmarkt ist top. In vielen Branchen haben wir quasi Vollbeschäftigung.“