Rundum-Upgrade der Sternen-Businessklasse

Extra / 16.01.2020 • 10:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mercedes-Benz-V-Klasse: Erhöhter Chromanteil an Ex- und Interieur, kleinvolumigerer, dafür effizienterer Dieselantrieb. Drei Längen, bis zu acht Plätze.
Mercedes-Benz-V-Klasse: Erhöhter Chromanteil an Ex- und Interieur, kleinvolumigerer, dafür effizienterer Dieselantrieb. Drei Längen, bis zu acht Plätze.

Die Mercedes-Benz-V-Klasse hat mit dem jüngsten Update an Pkw-Komfort weiter zugelegt. Neu  ist ein Zweiliter-Diesel. Unverändert die Option auf drei Längen und bis zu acht Sitze.

Seine Laufbahn begonnen hat der Großraum-Mercedes der mittleren Größenordnung 1996 als V-Klasse (mit Frontantrieb). Seit 2014 steht er in der dritten, heckgetriebenen Generation, nachdem er zwischenzeitlich als Viano tituliert worden war. Mit Komfort, Geräumigkeit und Variablität hat er sich Meriten erworben, als Shuttlefahrzeug, auch als Reise­gefährt mit bis zu acht Sitzplätzen.

 

Außen und innen mehr Chrom

Im Sommer 2019 erfolgte ein umfassendes Update. Das zeigt sich optisch an Ex- und Interieur durch neue Chromdesigndetails. Die Instrumentierung ist konventionell geblieben, das digitale Cockpit ist noch nicht eingezogen, ebensowenig wie das Infotainment-Bedienungssystem MBUX. Totzdem hat er dank neuer Materialien an Pkw-Haftigkeit weiter zugelegt. Und an Fahrwerks- sowie Innenraumkomfort, siehe optionale Sitze à la Flugzeug-Businessklasse mit Belüftungs- und Massagefunktion.

 

Reduzierter Dieselhubraum

Im Zentrum des Updates stand jedoch der Antriebsstrang. Der bisherige 2,2-Liter-Diesel hat ausgedient. An seine Stelle getreten ist jener Zweiliter, der sich schon in einer Reihe anderer Konzernprodukte bewährt hat. Er kann 163 PS (als 220 d), 190 PS (als 250 d) oder 239 PS (als 300 d) haben. Ungeachtet der Leistungsstufe werden die Fahrstufen via neunstufiger Wandlerautomatik dirigiert. Allradantrieb kann  in allen Pferdestärkevarianten an Bord sein. Die Motorisierungsvarianten sind in allen Karosserielängenversionen im Einsatz: im Kompakten mit 4,895 Metern, im Langen mit 5,140 Metern, und im Extralangen mit 5,370 Metern (und einem von 3,2 auf 3,430 Meter gestreckten Radstand). Auf die Antrittsbereitschaft des Motors haben die Längenunterschiede kaum Einfluss, auch nicht auf die Akustik, als Diesel gibt sich der Antrieb nicht zu erkennen.

 

In der Praxis wie ein Pkw

Mit wie viel Leistung auch immer gestaltet sich der Umgang  auf Pkw-Niveau, die Ergonomie passt, die Karosserie ist gut überblick- und abschätzbar. Bei der Orientierung unterstützt eine Schar elektronischer Assistenten. Zwei sind neu. Einer kann aktiv beim (Not-)Bremsen angesichts feststehender Hindernisse oder Fußgänger helfen, ein weiterer – optional – bei der Wahl des Lichts bei Nachtfahrten.

Der Preis: ab 56.795,50 Euro (15 % NoVA). Das kostet die heckgetriebene und fünfsitzige Kompaktversion als 220d (Diesel) mit 163 PS und neunstufiger Wandlerautomatik in der Basisausstattungsstufe. Allradantrieb kommt auf ab 63.238,30 Euro (19 % NoVA) mit gleicher Antriebsvariante sowie Leistung und Mitgift.