Technisch gereift und digitalisiert

Extra / 16.01.2020 • 10:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
TFT-Display: Im Innenraum stand bei der Aktualisierung die Digitalisierung des Cockpits im Vordergrund.
TFT-Display: Im Innenraum stand bei der Aktualisierung die Digitalisierung des Cockpits im Vordergrund.

Mit einem Rundum-Update und behutsamen Designmodifikationen hat Volkswagen den Multivan fit gemacht. In der Typenbezeichnung firmiert die aktuelle VW-Bus-Version jetzt als T6.1.

 

Seinen Siebziger feiert der VW-Bus heuer. 1950 hatte er, als Typ 2 auf Basis des Käfer, seine Karriere gestartet. Als Transporter und als Pkw, vielmehr Kleinbus, und – liebevoll „Bulli“ genannt – auch als individuell eingerichtetes Reisemobil hat er sich zur Volkswagen-Ikone entwickelt. In Arbeit ist derzeit die siebente Generation. Bis zum Marktstart, der ist angekündigt für 2021, ist noch etwas Zeit.

 

Neue Elektronikarchitektur

Deshalb wurde die aktuelle, die sechs­te Version, evolutioniert. Vor allem technisch aktualisiert, samt kleinem Facelift. Ganz neu gestaltet ist das Instrumentenbord, es ist ans aktuelle (optionale) digitale,  konfigurierbare Cockpit des Konzerns angepasst. Auf Basis der neuen Elektronikarchitektur ist man im VW T6 Entwicklungslevel 1 nun permanent online, via fix verbauter SIM-Karte. Dazu können kommen, nebst USB-Anschlüssen etc.: induktives Handyladen und eine Reihe von Apps für den privaten und kommerziellen Einsatz. Das modulare Infotainmentsystem MIB3 kommuniziert mit den bereits bestehenden und mit den neu eingeführten elektronischen Helfern. Bis zu zwanzig gibt es insgesamt, ein Seitenwindassistent gehört zur Grundausstattung.

Ergänzbar ist das unter anderem mit Ein- sowie Auspark-, Fahrspur- und Anhängerassistent, Verkehrszeichenerkennung sowie Rückfahrkamera. In puncto Antriebe ist nach wie vor der bekannte Zweiliter-Diesel (2.0 TDI) im Einsatz, in Bezug auf die Abgasreinigung und Verbrauchsökonomisierung bearbeitet, auf die neuen Emissionsbestimmungen getrimmt. Das Leistungsniveau startet für den Multivan (und ebenso den California) bei 110 PS. Die höheren Leistungsstufen haben 150 und 199 PS, sind kombiniert je nachdem mit manueller Sechsgang- oder siebenstufiger Direktschaltung. Allradantrieb ist eine Option, er ist auch mit DSG kompatibel.

 

Antriebselektrifizierung folgt

Zu den Verbrenner-Antrieben gesellt sich demnächst – im Laufe des kommenden Jahres – für die Nützlinge eine Vorstufe der künftigen Antriebselektrifizierung. In Kooperation mit Abt wird eine 112 PS starke Elektroversion kreiert, entweder mit einem 38,8- oder mit einem 77,6-kWh-Akku. Eine Normreichweite von bis zu 400 Kilometern soll damit möglich sein.

Der Preis: ab 44.736 Euro (16 % NoVA). Das kostet der frontgetriebene 2.0 TDI (Diesel) mit kurzem Radstand, 110 PS und manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „Trendline“. Allradantrieb kommt auf ab 52.224 Euro (19 % NoVA), für den 2.0 TDI 4Motion mit 150 PS, Handschaltung, im selben Mitgiftniveau.

VW T6.1 Multivan: Mit einer Reihe von Detailretuschen und Technikadaptierungen modernisiert. Das gilt ebenso für die California-Versionen.
VW T6.1 Multivan: Mit einer Reihe von Detailretuschen und Technikadaptierungen modernisiert. Das gilt ebenso für die California-Versionen.