Der alte Konflikt: Wir Vorarlberger gegen die in Wien

Extra / 11.11.2020 • 16:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Konflikt zwischen Region und Zentrale gehört zum Föderalismus. Die Auseinandersetzung sei sogar befruchtend und längst nicht mehr so ausgeprägt wie früher, sagt Peter Bußjäger, Direktor des Föderalismusinstitus. „Das, was heute an Ressentiments gegen die Zentrale Wien artikuliert wird, hält sich in einem erträglichen Rahmen.“ Die Wurzel des modernen Föderalismus laute: „Wir lassen uns nicht in unsere Angelegenheiten, die wir selber lösen können, dreinreden.“ Föderalismus sei der Ausbruch aus der Unmündigkeit und führe zu eigenverantwortlichem Handeln. „Umgekehrt bedeutet das für die Politik, dass sie vor ihrer eigenen Bevölkerung Rechenschaft ablegen muss.“ Er unterscheidet zwischen staatsrechtlichem und gesellschaftspolitischem Föderalismus. Für den zweiten Punkt spielen Bundesländerzeitungen eine besondere Rolle. „In einer Medienlandschaft, die fast ausschließlich von Wien dominiert wird, beherrscht die Wiener Sicht auf Geschehnisse die Bericht­ererstattung. Regionalmedien sind ein unentbehrliches Gegengewicht und sorgen dafür, dass die Interessen des Landes und seiner Bevölkerung sichtbar werden.“

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