Die Bevölkerung wächst und wird immer älter

Extra / 11.11.2020 • 16:09 Uhr

Die Zahl der Menschen, die in Vorarlberg wohnen, nimmt zu: Lebten 2018 noch 393.025 Personen im Land, werden es 2100 schon 440.360 Menschen sein. Das zeigt die aktuellste Bevölkerungsprognose der Statistik Austria aus dem Vorjahr. Die österreichische Bevölkerung könnte demzufolge bis 2100 auf über zehn Millionen Menschen anwachsen.

Ein wichtiger Trend ist die Migration. Die Zuwanderung könnte dabei spielentscheidend sein. „Der prognostizierte Bevölkerungsanstieg ist im Wesentlichen auf erwartete Wanderungsgewinne von jährlich rund 30.000 Personen zurückzuführen“, erklärt die Statistik Austria. Österreich zählte 1960 noch sieben Millionen Einwohner, im Jahr 2000 waren es acht Millionen, bis 2018 ergab sich eine weitere Zunahme um zehn Prozent auf 8,8 Millionen. Seit der Jahrtausendwende sind laut Statistik Austria nur fünf Prozent dieses Zuwachses auf Geburtenüberschüsse zurückzuführen. Es sei zu erwarten, dass die Geburtenbilanzen bald negativ werden, also dass es mehr Sterbefälle als Geburten gebe. Wegen der Zuwanderung steigt die Bevölkerungszahl aber weiter. Langfristig gesehen, nämlich bis 2080, werden 27 Prozent der österreichischen Bevölkerung im Ausland geboren sein.

Der starke Bevölkerungszuwachs verteilt sich regional unterschiedlich. Insbesondere im Osten ist eine starke Zunahme zu erwarten, hat die Statistik Austria berechnet. Das betrifft vor allem Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und das Burgenland. Vorarlberg liegt neben Tirol, Salzburg und der Steiermark unter dem Bundesschnitt. Für Kärnten werden sogar Bevölkerungsverluste erwartet.

Der zweite zentrale Trend ist die Alterung der Gesellschaft. Personen über 65 Jahren werden stark an Gewicht gewinnen. Das liegt nicht nur an den stagnierenden Geburtenraten. Auch die Lebenserwartung steigt. Lag der Anteil der Personen über 65 an der österreichischen Bevölkerung 2018 bei 18,8 Prozent, steigt dieser Wert bis 2040 auf 26,3 Prozent und 2100 sogar auf 29,6 Prozent. In Vorarlberg ist die Entwicklung ähnlich: Von 17,2 Prozent (2018) auf 25,5 Prozent (2040) bis hin zu 29,1 Prozent im Jahr 2100.