Erfolgsgeschichte Wirtschaftsforum

Extra / 11.11.2020 • 15:33 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Für viele Unternehmer und Spitzen der Politik ist das seit 1984 durchgeführte VN-Wirtschaftsforum ein fixer Termin im Jahreskalender.
Für viele Unternehmer und Spitzen der Politik ist das seit 1984 durchgeführte VN-Wirtschaftsforum ein fixer Termin im Jahreskalender.

Das Vorarlberger Wirtschaftsforum ist die größte und wichtigste Wirtschaftsveranstaltung im Bodenseeraum.

Diese Woche erlebte das Vorarlberger Wirtschaftsforum in seiner 37. Auflage eine Premiere und zeigt damit, dass die wichtigste Wirtschaftsveranstaltung der Bodenseeregion auch in schwieriger Zeit entscheidende Impulse und Denkanstöße für Wirtschaft und in der Folge für die Gesellschaft im Land gibt. Zum aktuellen Thema Restart sprachen – heuer erstmals und den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung geschuldet, digital – Unternehmer wie die Eigentümerin der nachhaltigen Outdoormarke Vaude, Antje von Dewitz, aber auch der weltweit bekannte österreichische Genetiker Josef Penninger, der in der Covid-Impfstoffforschung entscheidende Impulse liefert, und auch Bundeskanzler Sebastian Kurz. Hochkarätige Referenten sind ein Markenzeichen der von den Vorarlberger Nachrichten initiierten Veranstaltung, die zusammen mit den langjährigen Partnern Wirtschaftskammer Vorarlberg und Industriellenvereinigung nunmehr bereits in Planung für das nächste Wirtschaftsforum, das 38. in ununterbrochener Folge, steht.

Premiere im Palast

In den nunmehr 38 Jahren seines Bestehens ist das Vorarlberger Wirtschaftsforum zu einer einzigartigen Erfolgsstory geworden. Das erste Vorarlberger Wirtschaftsforum fand am 6. November 1984 im Gräflichen Palast in Hohenems noch in einem aus Sicht der weiteren Entwicklung kleinen Rahmen statt. Das Tagungsthema der ersten Veranstaltung lautete „Strukturwandel als Herausforderung für Unternehmer und Manager“. Schon damals war es der Anspruch dieser hochkarätigen und international beachteten Veranstaltung im Vierländereck am Bodensee, sehr kompetente Referenten aus dem In- und Ausland zu vereinen, die zu aktuellen Problemfeldern beziehungsweise Entwicklungen Lösungsmodelle und Ideen auf hohem Niveau anzubieten wussten.

Der Bogen der Themen spannte sich dabei – jeweils aktuell – beispielsweise von „Neue Erfolgsstrategien in Staat und Wirtschaft: Privatisierungstendenzen und Bürokratieabbau“ bis zu den „Chancen und Risiken des EG-Binnenmarkts“, den „Schlüsseltechnologien“ und der „Zukunftssicherung durch Qualitätsmanagement“, vom „Humankapital“ und der „Telekommunikation“ bis hin zur „Zeit als strategischer Wettbewerbsfaktor“, dem digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft und eben heuer in einem Jahr mit einem beispiellosen, durch die Coronapandemie verursachten Einbruch der Wirtschaft zum Thema „Restart –Mutige Entscheidungen in unsicheren Zeiten“.

Ständig wachsendes Interesse

Bedingt durch das ständig wachsende, große Interesse der Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik aus der gesamten Bodenseeregion wurde der Gräfliche Palast in Hohenems als Veranstaltungsort bald zu klein. So wechselten die Veranstalter für einige Jahre ins Kulturhaus in Dornbirn und nach einigen weiteren Jahren ins Bregenzer Festspielhaus, wo bis zu 700 Gäste sich von den Referenten des Wirtschaftsforums über neue Trends, Entwicklungen und Visionen informieren und inspirieren ließen und lassen. Für sehr viele Unternehmer, Manager und Wirtschaftspolitiker aus der gesamten Bodenseeregion ist das alljährliche Vorarlberger Wirtschaftsforum inzwischen zu einem fixen Termin in ihrem Terminkalender geworden. Neben dem fachlichen Teil ist das Wirtschaftsforum zu einem im Wirtschaftsjahr nicht wegzudenkenden wichtigen Ort der Begegnung zum Gedankenaustausch und zur Bildung von nicht nur erst heute so wichtigen Netzwerken geworden.

Preis für das Lebenswerk

Das Wirtschaftsforum ist inzwischen auch Schauplatz für die Verleihung des von den Vorarlberger Nachrichten zusammen mit den Partnern ins Leben gerufenen Preises für das Lebenswerk außergewöhnlicher Vorarlberger Unternehmerpersönlichkeiten, die für den Standort, den Arbeitsmarkt und für ihr Unternehmen Großes geleistet haben. So wurden Persönlichkeiten wie die inzwischen verstorbenen Pioniere Luis Drexel, der mit der Spar-Organisation Österreichs größten Lebensmittelhändler mitgegründet und über Jahre entscheidend geprägt hat, und Alwin Lehner, der mit dem Verpackungsunternehmen Alpla einen globalen Player buchstäblich in der Waschküche in Hard gegründet hat, mit dem Preis gewürdigt.

Geehrt wurden auch Heidi und Paul Senger-Weiss, die das Logistikunternehmen Gebrüder Weiss konsequent ausgebaut haben und sich auch durch Umbrüche nicht verunsichern ließen. Jürg Zumtobel hat die Ehrung für das Lebenswerk erfahren, weil er das von seinem Vater Walter gegründete Unternehmen zu einem der führenden Leuchtenhersteller weltweit vorangetrieben hat. Als Vertreter des Tourismus erhielt Fridolin Lucian den Ehrenpreis. Er hat nicht nur ein kleines Hotelimperium geschaffen, sondern ist Visionär und Umsetzer einer touristischen Infrastruktur, die Lech und Oberlech im Wettbewerb an die Spitze führte. Auch Guntram Meusburger wurde die Ehre zuteil. Er hat ein Unternehmen gegründet, das heute als Zulieferer der Metall- und Maschinenindustrie Weltruf genießt.

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