Für ein blühendes Vorarlberg

Extra / 11.11.2020 • 15:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mitarbeiter von Vorarlberg Tourismus beim Aufforsten am Bildsteiner Kälberboden 1997.
Mitarbeiter von Vorarlberg Tourismus beim Aufforsten am Bildsteiner Kälberboden 1997.

Die VN-Initiative Grünes Vorarlberg gibt es heute nicht mehr. Aber sie hat vieles in Bewegung gebracht und trägt bis heute reiche Früchte. Angefangen hatte alles Mitte der 70er-Jahre mit dem Einsatz für die Wälder des Landes. Damals war das Waldsterben das große Umweltthema. Umfangreiche Aufforstungsprojekte wurden im Rahmen von Grünes Vorarlberg initiiert, gerade der Schutzwald und „natürliche“ Wälder standen im Fokus der Initiative. Es hieß dabei auch gemeinsam anpacken für die heimischen Wälder. Beteiligt haben sich viele Schulklassen, aber auch Unternehmen. Zudem wurden auch in Zusammenarbeit mit anderen Stellen Exkursionen für Schulklassen organisiert, die damit mehr Verständnis für den Lebensraum Wald und seine Bedeutung für Vorarlberg und eine intakte Natur kennenlernten. Nach dem Schutzwald wurde dann auch ein Fokus auf die Waldränder gesetzt.

Nicht nur im heutigen ökologischen Selbstverständnis hat Grünes Vorarlberg Wurzeln hinterlassen, auch bis heute wichtige Aktionen basieren direkt auf der Initiative. Das wohl augenscheinlichste Beispiel ist die Vorarlberger Wiesenmeisterschaft. Jedes Jahr wetteifern die Bauern des Landes darum, die prächtigsten Wiesen zu präsentieren. Dabei wird gezeigt, was für ein wichtiges Kulturgut Wiesen eigentlich sind. Gerade scheinbar komplett naturbelassene Wiesen benötigen die arbeitsintensive Kultivierung durch unsere Bauern: Ein reines Wachsenlassen würde im Berggebiet ja dazu führen, dass die Wiesen verstrauchen und damit verloren gehen würden.

Der Feuerbrand hat Vorarlberg um die Jahrtausendwende hart getroffen. Tausende Bäume im Land verloren ihre Farbe, sie blühten braun und wurden geschlägert. Auch hier reagierte Grünes Vorarlberg. Gemeinsam mit Land und Sponsoren wurden Obstbäume finanziert, die zur Wiederbepflanzung herangenommen wurden. Dabei setzte man auch auf eine Vielfalt der Sorten. Obstbäume gewannen im Bewusstsein wieder an Bedeutung.

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