Kann lokal emissionsfrei strömen

Extra / 02.04.2021 • 08:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aufwertung: feinere Interieur-Materialien und das derzeit aktuellste Infotainmentsystem namens „Pivi Pro“.
Aufwertung: feinere Interieur-Materialien und das derzeit aktuellste Infotainmentsystem namens „Pivi Pro“.

Im Zuge des jüngsten Updates servierte Land Rover dem Range Rover Evoque nicht nur ein neues Infotainmentsystem, sondern auch einen Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang.

 

Aufsehen erregt hat Land Rover vor mittlerweile zehn Jahren. Mit dem kompakten Range Rover Evoque hat die Traditionsmarke eine Erfolgstory initiiert, die sich nach dem vor zwei Jahren erfolgten Modellwechsel kontinuierlich fortsetzt. Der verniedlichend oft „Baby Range“ genannte Brite, der nie auf herzige Niedlichkeit gesetzt hat, sondern auf optische Grimmigkeit, hat die anfänglich angebotene Dreitürigkeit abgelegt. Cabrio gibt‘s auch nicht mehr. Dafür setzten die Designer das Konzept des coupéhaften Karosserie-Zuschnitts fort. Damit hat er sich nicht bis zur Unkenntlichkeit verändert, seine Unverkennbarkeit blieb erhalten.

 

Elektrik und Elektronik

Die großen Veränderungen vollziehen sich unter dem Blechkleid. Dazu gehört nicht nur die Aktualisierung der Elektronik, konkret des Infotainmentsystems, das die Englänger „Pivi“ nennen. Dazu gehört permanente Vernetzung, dazu gehören Updates „over the air“. Das System hat in der neuen Defender-Generation debütiert und wird schrittweise über die gesamte Land Rover- (und Jaguar-)Palette ausgerollt. Tiefgreifend sind die Anpassungen der Antriebe betreffend CO2-Grenzwerte und WLTP-Prüfnorm. Einer der Angelpunkte dafür ist die Einführung von elektrifizierten Antrieben. Seien das Mildhybride oder, wie jüngst debütiert, Plug-in-Hybrid-Systeme. Im Evoque (und auch im Bruder Discovery Sport) setzt sich das zusammen aus einem 1,5-Liter-Benziner mit drei Zylindern (ein Novum bei Land Rover) und 200 PS sowie einem Elektro-Aggregat mit 109 PS. Daraus resultieren 309 PS Systemleistung und elektrisch generierter Allradantrieb. Gekoppelt ist die Benziner-Stromer-Kooperation an eine achtstufige Automatik. Energie-Reservoir ist ein 15 kWh-Akku. Damit kann der Engländer mehr als 50 Kilometer weit lokal emissionsfrei strömen.

  

Teilzeit-Antriebsmitarbeit

Oder kraftvoll wildern. 0 auf 100 geht in 6,4 Sekunden, trotz gut zwei Tonnen Gewicht. Die elektrische Top-Speed ist mit 135 km/h limitiert. Im Hybrid-Modus wird der Stromer bei diesem Tempo vom Antriebsgeschäft entbunden. Dann treibt der Benziner die Vorderräder an.

Der Preis: ab 41.823 Euro. Das kostet der frontgetriebene D165 (Diesel) mit 163 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe in der Basis-Ausstattungsvariante. Allradantrieb, mit gleicher Leistung und Mitgift, dafür Neungang-Automatik, kommt auf ab 47.850 Euro. Der P300e (Plug-in-Hybrid) mit 309 PS und achtstufiger Automatik kostet im gleichen Ausstattungsniveau ab 53.700 Euro. Elektrische Reichweite im Mix-Betrieb: bis zu 55 Kilometer (lt. WLTP).

Der Range Rover Evoque der zweiten Generation entwickelt sich weiter. Zu haben ist er jetzt mit dem bei der Premiere angekündigten Plug-in-Hybrid-System.
Der Range Rover Evoque der zweiten Generation entwickelt sich weiter. Zu haben ist er jetzt mit dem bei der Premiere angekündigten Plug-in-Hybrid-System.