Edle Lounge mit noch höherer Nonchalance

Extra / 02.07.2021 • 10:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei aller Noblesse: Land Rovers Range Rover Velar kann Gelände meistern, er kann ebenso – als Plug-in-Hybrid – Sprit sparen und mit Emissionen geizen.
Bei aller Noblesse: Land Rovers Range Rover Velar kann Gelände meistern, er kann ebenso – als Plug-in-Hybrid – Sprit sparen und mit Emissionen geizen.

Die Neuaufstellung des Motorenprogramms hat dem Range Rover Velar außer 3,0-l-Sechszylindermotoren – Benziner und Diesel – auch einen Plug-in-Hybrid-Antrieb eingebracht.

 

Die Marke der lauten Töne ist Land Rover grundsätzlich nicht. Das war schon so, bevor die Aggregate aufgehört haben, zu brüllen (abgesehen von den V8-Top-Motorisierungen, doch die sind akustisch auch eher moderat). Das passt ohnehin nicht so gut zur Edel-Abteilung der Marke, die 2017 um den Range Rover Velar, eine mittelgroße gediegene Fahr-Lounge mit respektablen Offroad-Talenten, angereichert wurde.

 

Motorische Aktualisierung

Das jüngste optische und technische Update verhalf dem Engländer zu noch höherer Nonchalance. Das betrifft unter anderem das aktive Geräuschunterdrückungssystem, das einen rätseln lässt, ob man einen Vierzylinder oder einen Sechszylinder fährt. Neu eingezogen sind Dreiliter-Reihensechser, der Diesel mit 300 PS, der Benziner mit 400 PS. Dazu kam ein Plug-in-Hybrid, ein Gespann aus Zweiliter-Otto- und Strom-Motor, das 404 PS an Systemleistung bietet. Mechanisch ist das so gut wie unhörbar, und nicht nur dann, wenn man im Elektromodus startet oder sich gerade rein elektrisch fortbewegt. Was tatsächlich rund fünfzig Kilometer weit gehen kann, wenn man in gelassenem Gleitmodus durch die Landschaft segelt.

 

Informiert und unterhalten

Einen hohen Anteil daran hat die Aktualisierung des Infotainment­systems, das mit dualem Touchscreen im Velar debütiert hatte. Die neue Generation sorgt für permanente Netz-Präsenz, das Navigationssystem unterstützt beim wirtschaftlichen Fahren und Auffinden von Ladestationen. Das tut es, siehe laute Töne, nie aufdringlich, ohne nerviges Piepsen oder gar Bevormundung – wie die elektronischen Assistenten auch.

Der Preis als Plug-in-Hybrid: ab 71.389 Euro laut Liste (Business-Sonderedition: 69.900 Euro). Das kostet der allradgetriebene P400e (1 Zweiliter-Vierzylinder-Benziner, 1 E-Motor) mit 404 PS Systemleistung und achtstufigem Automatikgetriebe in der Basis-Ausstattungsstufe. Die Akku-Kapazität (nutzbar): 13,7 kWh. Die E-Reichweite: 52 Kilometer (lt. WLTP). Zum Vergleich: Das Einstiegsmodell D200 (2,0-Liter-Diesel, Mildhybrid) kommt auf ab 65.306 Euro, ebenfalls mit Achtgang-Automatik und im ­Basis-Mitgiftniveau.