Ölbrenner aussortiert, Elektrizität eingeführt

Extra / 01.04.2022 • 10:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Volldigitale Instrumentierung, trotzdem gibts noch ein paar Regler.
Volldigitale Instrumentierung, trotzdem gibts noch ein paar Regler.

Der Generationswechsel des Nissan Qashqai ging im Vorjahr mit einer kompletten Neuaufstellung des Antriebsprogramms einher. Diesel ist out, Elektrifizierung ist in.

 

2007 hat der japanische Hochbeiner Premiere gefeiert. Und ein neues Nischensegment begründet: das der SUV-Crossover. Das baute Nissan zwischenzeitlich um ein Derivat mit sieben Sitzen aus. Was mit dem Modellwechsel von 2013 zurückgenommen und dem Nächstgrößeren, dem X-Trail, weitergereicht wurde.

 

Prolongierter Erfolg

Was dem anhaltenden Erfolg des Qashqai keinen Abbruch getan hat. Auch wenn nicht nur die Corona-Pandemie den Start in die dritte Generation verzögert hatte. Im Vorjahr endlich so weit mit der grundlegenden Neuaufstellung. Die sich optisch nicht verfremdend ausgewirkt hat. Das Design ist schärfer und akzentuierter, sozusagen modernisiert. Was LED-Leuchten rundum inkludiert. Auch das Basiskonzept wurde nicht angetastet. Siehe Kompaktheit: Er ist nur um dreieinhalb Zentimeter gewachsen. Trotzdem ist mehr Platz im Passagierraum und das Maximal-kofferraumvolumen ist nur marginal geschrumpft. Auf allen Linien aufgewertet ist das Interieur. Aus dem konventionellen  Kombiinstrument ist ein 12,3 Zoll großes, konfigurierbares TFT-Display geworden. Dazu kommt ein weiteres Höherwertigkeitsdetail: das optionale Head Up-Display projiziert die Infos in die Frontscheibe und nicht mehr auf ein Plastikscheibchen. Auch sonst wurde technisch tüchtig nachgelegt. Vor allem mit der Plattform, die aus der Technik-Allianz mit Renault stammt. Das ermöglicht unterschiedliche Antriebsarten.

 

Elektrizität statt Selbstzündung

Diesel spielt ohnehin keine Rolle mehr spielt, dafür Strom. Zum Start war das eine E-Assistenz. Der 1,3-Liter-Turbobenziner – mit vier Zylindern – ist mildhybridisiert, auf Basis eines 12-Volt-Bordnetzes. Er hat entweder 140 PS, zusammengespannt mit einer händischen Sechsgangschaltung, oder 158 PS, wahlweise mit manuellem oder CVT-Getriebe  kombiniert. Letzteres ist Serie in den Allradversionen.

 

Wohldosierte Schärfung

Auch wenn der Qashqai schärfer schaut ist das Fahrwerk komfortabel ausgelegt. Es ist das Sporteln ohnehin kein städtisches Thema.

Ein neues Antriebshighlight wird demnächst ausgerollt: das eigenentwickelte Hybridsystem namens ePower. Hier arbeiten ein 1,5-l-Dreizylinderbenziner und ein Stromer zusammen. Die (Front-)Antriebsaufgabe kommt alleine dem Elektriker zu, der Verbrenner dient, als Generator, dem Energienachschub, er hat keinerlei Verbindung zu den Vorderrädern.

Der Preis: ab 27.742 Euro. Das kostet der frontgetriebene 1.3 DIG-T Mildhybrid (Benziner) mit 140 PS und manuellem Sechsgangschaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „Visia“. Allradantrieb kommt auf ab 39.518 Euro, mit gleichem Motor, jedoch 158 PS Leistung und stufenlosem CVT-Getriebe (Xtronic), im Mitgiftniveau N-Connecta.

Nissan Qashqai: Keine großen Experimente machten die Designer bei der Neuinterpretation des Crossover-Vorreiters, die Optik ist behutsam nachgeschärft.
Nissan Qashqai: Keine großen Experimente machten die Designer bei der Neuinterpretation des Crossover-Vorreiters, die Optik ist behutsam nachgeschärft.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.