Für das Tierwohl

Extra / 11.04.2022 • 16:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für das Tierwohl

Patricia Patsch, geb. 1994, setzt sich für den Tierschutz ein mit einem Fokus auf Tiertransporten

Angefangen hat es, als vor ein paar Jahren der Verein gegen Tierfabriken aufzeigte, dass Vorarlberger Kälber beispielsweise bis in den Libanon verschifft werden. „Da dachte ich mir, dazu muss es doch Regeln geben“, erinnert sich die Juristin. Die damalige Jusstudentin begann sich mit den gültigen Gesetzen auseinander zu setzen und begab sich auf Spurensuche.

Das Interesse am Wohl der Tiere zeichnete sich aber schon vorher ab. Die gebürtige Bludescherin lebt seit einer prägenden Weltreise schon mehr als vier Jahre vegan. „Damals wurde ich aus einem Pet Lover zu einem Animal Lover“, erklärt die Juristin. Ihre Empathie erstreckt sich seitdem nicht nur auf Haustiere, wie bei so vielen, sondern auch auf Nutztiere und Tiere allgemein.

Schlussendlich wurden die Tiertransportgesetze zum Thema ihrer Dissertation, doch damit nicht genug. Patsch ging mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit und setzt sich seit 2021 für Verbesserungen und Nachschärfungen in der Gesetzgebung ein. Dieses Frühjahr wird ihr Buch zum europäischen und österreichischen Tiertransportrecht, verlegt von einem renommierten Verlag, in den Handel kommen. Außerdem verfasst sie regelmäßig allein und gemeinsam mit Kollegen Artikel zum Thema in Rechtszeitschriften. Denn noch ist der Tierschutz ein Randthema der Rechtswissenschaften.

Daran will sie künftig arbeiten, wenn derzeit auch noch nebenberuflich. Seit zwei Jahren lebt Patsch in Zürich und arbeitet als Juristin. Ein Ziel der 27-Jährigen ist es, ein Netzwerk ähnlich denkender Tierrechtsaktivisten mit Erfahrungen in den Rechtswissenschaften zu etablieren. „Ich möchte mehr Juristen dazu bewegen, ihre rechtlichen Fähigkeiten für diejenigen einzusetzen, die sich selbst nicht wehren können“, sagt sie. Sich auch hauptberuflich für Verbesserungen im Tierschutz einzusetzen, ist in der langfristigen Planung Patschs.

Die Juristin will auch mit Aufklärung – ohne dabei den Zeigefinger zu heben – die Konsumenten zum Überdenken ihres Konsumverhaltens anregen. Denn schlussendlich haben die Menschen durch ihr Konsumverhalten einen sehr großen Einfluss auf das Tierwohl. 

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