Pläne zur Erweiterung der Deponie Malons

Vorarlberg / 03.04.2017 • 16:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Pläne zur Erweiterung der Aushub-Deponie in Röthis sollen öffentlich diskutiert werden. Foto: Gemeinde
Die Pläne zur Erweiterung der Aushub-Deponie in Röthis sollen öffentlich diskutiert werden. Foto: Gemeinde

Betreiber wollen Bodenaushubdeponie in Röthis ausbauen. Bürger sollen Pro und Kontra diskutieren.

Röthis. (VN-doh) Die Betreiber der Bodenaushub-deponie Malons zwischen Röthis und Viktorsberg wollen erweitern. Derzeit gibt es eine Genehmigung für das Bauunternehmen Hilti & Jehle, hier Aushubmaterial abzulagern. In den vergangenen zwei Jahren wurden rund 70.000 Kubikmeter ausgebracht. Mehr sei derzeit nicht möglich, da ein Schacht zur Kontrolle der früheren Deponie saniert werden müsste. Bis 1983 wurde auf dem Gebiet Hausmüll abgelagert. Seither fanden regelmäßige Kontrollen statt.

Der Grund gehört der Agrar Röthis, an der die Gemeinde zu einem Drittel beteiligt ist. Das Feldkircher Bauunternehmen will – gemeinsam mit dem Röthner Baumeister Peter Keckeis – die Deponie nun erweitern: Auf einer Fläche von knapp zehn Hektar könnten innerhalb der nächsten 25 Jahre 840.000 Kubikmeter nicht kontaminierter Bodenaushub abgelagert werden. Das Gebiet würde in zwölf Abschnitte aufgeteilt. So könnte ein Teil gerodet, aufgefüllt und aufgeforstet und dann mit dem nächsten Teil begonnen werden.

„Eine Erweiterung bedeutet einerseits wichtige Einnahmen für Eigentümer und Gemeinde. Andererseits bleibt jedoch das Verkehrsaufkommen im Gemeindegebiet unverändert hoch“, schildert Bürgermeister Roman Kopf. Durch die Beteiligung von Peter Keckeis könnte für rund 20 Prozent der Fahrten aber auch der Stollen zwischen dem Steinbruch Sifeler Berg und dem Röfix-Areal genutzt und Leerfahrten vermieden werden, so Kopf weiter. Einnahmenseitig würde die Gemeinde einerseits über die Agrar profitieren, andererseits denkt Kopf an eine Sonderabgabe als „Ersatz für die Belastung“. Auch Details wie eine jährliche Maximalmenge seien zu diskutieren.

Kein offizieller Antrag

Ein offizieller Antrag liege noch nicht vor. In Vorgesprächen mit den Behörden sei eine mögliche Genehmigung aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen worden. Um das Für und Wider abzuwägen, plant die Gemeinde Röthis deshalb eine Bürgerbeteiligung. „Für mich ist das Ergebnis offen“, betont Kopf. Noch vor dem Sommer soll das Projekt im Rahmen einer Bürgerbeteiligung präsentiert und zur Diskussion gestellt werden. Im Herbst entscheidet dann die Gemeindevertretung. Formal ist diese Entscheidung nicht bindend, aber die Deponiebetreiber wollen das Projekt nicht gegen den Willen der Gemeindevertretung durchsetzen.