Körperbeherrschung an den Turngeräten

06.04.2017 • 15:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vor 20 Jahren hat die Karriere von Matthias Schwab bei der Turnerschaft Götzis begonnen.  Foto: privat
Vor 20 Jahren hat die Karriere von Matthias Schwab bei der Turnerschaft Götzis begonnen. Foto: privat

Der Götzner Kunstturner Matthias Schwab startet ab
10. April bei der Europameisterschaft.

Götzis. (ver) Der 26-jährige Götzner Matthias Schwab begann im Alter von sechs Jahren bei der damaligen Turnerschaft Götzis gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Freunden aus seinem Wohngebiet Götzner Berg mit dem Kunstturnen in der Töbele Halle. „Mit den Jahren kam ich zuerst in den Regionalkader, welcher in Rankweil trainierte, und später in den Landeskader, dessen Stützpunkt in Dornbirn war. Nach meiner Matura zog ich nach Innsbruck. Hier war ich fünf Jahre als Sportsoldat beim Bundesheer angestellt und konnte meine Sportart sehr professionell ausüben“, erzählt Schwab. Zudem studiert er Mathematik und Sport.

Faszination Kunstturnen

Der erfolgreiche Sportler ist begeistert vom Gefühl, durch die Luft zu fliegen, komplexe Schrauben und Saltokombinationen zu machen – und die Abläufe unter Kontrolle zu haben. Er liebt die Abwechslung in den Bewegungen. Alle sechs Geräte fordern beim Kunstturnen unterschiedliche Fähigkeiten: Boden, Pferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck. „Ich kann immer neue Elemente ausprobieren und der Sport macht mir nach 20 Jahren immer noch großen Spaß“, schwärmt der zweifache WM-Teilnehmer Matthias Schwab. Um in seiner Sportart erfolgreich zu sein, ist der Trainingsaufwand enorm. Derzeit sind es rund 15 bis 20 Stunden pro Woche. Besonders wichtig im Kunstturnen seien die Tugenden Fleiß, Mut, Geduld und ein wenig Sturheit erzählt der junge Sportler.

EM Teilnahme

Für den Götzner steht im April eines der Saisonhighlights auf dem Programm: Vom 10. bis 17. April nimmt er an der Europameisterschaft in Rumänien teil. „Die Europameisterschaft ist dieses Jahr eine „Einzeleuropameisterschaft“, das heißt, es gibt keine Mannschaftswertung. Es werden Medaillen im Mehrkampf sowie an allen Einzelgeräten vergeben“, informiert Schwab.

„Bei der EM ist es mein Ziel, am Boden oder Reck in die Top 20 zu kommen. Im Kunstturnen gibt es an jedem Gerät ein Gerätefinale, in dem die Top Acht der Qualifikation um die Medaillen turnen. So ein Finale zu erreichen, wäre mein Traum. Ebenfalls würde ich mich dieses Jahr gerne für die Universiade und die Weltmeisterschaft im Oktober in Montreal in Kanada qualifizieren“, so Schwab weiter.

Zur Person

Matthias Schwab

Geboren: 22. Jänner 1991

Verein: Sportgemeinschaft Götzis

Trainingsorte: Innsbruck und Dornbirn.

Beruf: Student

Hobbys: Schwimmen, Fußball, Kino

Lieblingsgeräte: Reck und Boden.

Langfristiges Ziel: Olympia