Meininger Waldhexen feiern den Maibaum

Vorarlberg / 27.04.2017 • 15:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Meininger Waldhexen mit Obmann Mathias Trappolin werden heute den Maibaum aufstellen. Foto: doh
Die Meininger Waldhexen mit Obmann Mathias Trappolin werden heute den Maibaum aufstellen. Foto: doh

Junger Verein sorgt zum vierten Mal für Stimmung am 1.-Mai-Wochenende.

Meiningen. (VN-doh) Der Maibaum ist ein Brauchtum, das im Ländle noch wenig bekannt ist. Dennoch lockte das Fest in Meiningen im vergangenen Jahr über 2000 Besucher an. Auch heuer stellen die Meininger Waldhexen einen 36 Meter hohen Maibaum auf, natürlich mit einer großen Feier. Der Bauhof Meiningen wird sich für zwei Tage in einen Festplatz verwandeln. Am Abend des 30. April wird mit DJ und Barbetrieb gestartet, danach, am 1. Mai, geht es mit einem Frühschoppen gemütlich weiter. Dann wird auch der Maibaum für einen guten Zweck versteigert.

Junge Veranstalter

Veranstalter sind die Waldhexen Meiningen mit Obmann Mathias Trappolin. Der junge Faschingsverein hat derzeit 47 Mitglieder im Alter von 16 bis 24 Jahren. Dass das Projekt Maibaumfest bei der Bevölkerung so gut ankommt, hätte sich zu Beginn der Planung niemand gedacht. „Wir wollten etwas veranstalten, um die Vereinskassa aufzufüllen. Fast alle unsere Mitglieder sind noch in der Ausbildung und haben wenig Geld zur Verfügung. Mit dem Maibaumfest sollen Vereinsaktivitäten wie Ausflüge oder die Faschingssaison mitfinanziert werden“, erklärt der junge Obmann. Der Verein sei immer schon auf eigenen Füßen gestanden, obwohl bei der Gründung das Durchschnittsalter der Mitglieder bei gerade einmal 16 Jahren lag.

Vor vier Jahren organisierten die Waldhexen das erste Maibaumfest in Meiningen, damals noch auf dem Schulplatz. „Es war lange unklar, ob das Wetter halten würde und wir doch verschieben sollten, schlussendlich hat aber alles geklappt“, erzählt der Meininger. Im Jahr darauf wollte man wetterfest werden und mietete ein großes Festzelt. Und mit jedem Jahr wurde das Fest größer.

Lange Vorbereitung

Am Sonntagabend werden rund 2200 Personen im Festzelt Platz finden. Geplant wird schon seit dem vergangenen Sommer. Ein Kernteam von rund 15 Personen trifft sich seither regelmäßig, um neue Ideen zu sammeln. „Wir investieren viel Freizeit. Einige nehmen sich fast zwei Wochen Urlaub für den Aufbau“, erzählt Trappolin.

Noch liegt der Maibaum mitten im Wald der Agrar Meiningen. Sie hat den Waldhexen wieder einen Baum zur Verfügung gestellt. Eine 36 Meter hohe Fichte haben sich die Organisatoren ausgesucht. „Und natürlich haben wir den Baum auch selbst gefällt“, sagt Mathias Trappolin nicht ohne Stolz. Per Kran wird der Maibaum heute, Freitag, aufgestellt. Geschmückt mit vier Reisigkränzen wird er dann zum Mittelpunkt der Maibaumfeier.

Eine Wache ist bereits eingeteilt, denn stehlen lassen will man sich den Maibaum nicht. Das wäre bei der ersten Auflage fast passiert.

Versteigerung des Maibaums

Da sich die Veranstaltung in den vergangenen Jahren so gut entwickelt hat, wollten die jungen Meininger auch etwas weitergeben. Der Maibaum wurde für einen guten Zweck versteigert und das wird auch heuer der Fall sein. 4,5 Festmeter Holz sind es, die dem Käufer gespalten und auf die gewünschte Länge gesägt zugestellt werden.

Bevor der Maibaum zu Brennholz verarbeitet wird, wird aber gefeiert. Ab 20 Uhr heizt DJ Staubsepp aus München ein. Für Stimmung im Festzelt ist also gesorgt. Die Organisatoren freuen sich über Besucher in Dirndl und Lederhosen. Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einer Feldmesse, bevor es zum Frühschoppen geht.

Maibaumfest

» Sonntag, 30. April, ab 19 Uhr: Maibaum-Bar mit DJ Staub.Sepp, beheiztes Festzelt beim Bauhof (Herrengasse 27)

» Montag, 1. Mai, 9.30 Uhr: Feldmesse, Frühschoppen mit dem Musikverein Harmonie Meiningen und dem Trio Wolkenbruch

Zur Person

Mathias Trappolin

ist Obmann der Waldhexen aus Meiningen und organisiert die Maibaumfeier.

Geboren: 21. Jänner 1993

Ausbildung: Schüler HTL Bregenz

Hobbys: Waldhexen, Funkenzunft, Oldtimertraktoren