Julia Neher malt mit minimaler Sehkraft

Vorarlberg / 14.11.2017 • 17:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Fritz Maierhofer war mit Frau Ulrike dabei.

Bürgermeister Fritz Maierhofer war mit Frau Ulrike dabei.

Koblach „z‘Kobla dahoam“ zeigt Werke von Julia Neher. Ob Bleistiftzeichnungen, Farbstiftgemälde oder Acrylmalereien – für die Ausstellungsbesucher gab es ein breitgefächertes Angebot. „Ein Leben ohne Malen kann ich mir nicht vorstellen“, so die Künstlerin. Die Koblacherin leidet an einer schweren Augenkrankheit. Auf einem Auge ist sie vollkommen blind, auf dem anderen besitzt sie nur noch eine 30-prozentige Sehkraft. „Es ist ein Rätsel, wie man praktisch im ‚Dunkeln‘ solch eindrucksvolle und detailgetreue Bilder und Zeichnungen schaffen kann“, sagt Lothar Huber, Initiator der Ausstellung. „Malen hat nichts mit sehen zu tun, fürs Malen braucht man Gefühl und Verständnis für Farben. Ein Schatten ist nicht Schwarzweiß, sondern kann aus vielen Farben bestehen”, erklärt die junge Künstlerin.

Neben Mama Helga, Papa Otto und Bruder Pascal kamen Freunde und Wegbegleiter, unter anderem Zuzana Sedlackova, Manuela Reiter, Heidi Dittmann, Irene Stark sowie Jenny und Lisa Österle. Vom BORG Götzis überzeugten sich Direktor Thomas Rothmund, Manfred Egender, Gert Kilga und Günter Podgornik von den Leistungen ihrer Schülerin. Auch Bürgermeister Fritz Maierhofer mit Gattin Ulrike, Hausherr Achim Steinhauser, Hannelore Peter von Zämma Leaba Götzis, Doris Gstöhl und Hansjörg Ellensohn waren von den Bildern begeistert. Die Bilder sind bis
Ende November während der Öffnungszeiten im Haus Koblach zu sehen. LOA

Zuzana Sedlockova und Manuela Reiter bei der Ausstellungseröffnung.

Zuzana Sedlockova und Manuela Reiter bei der Ausstellungseröffnung.

Julia Neher (rechts) präsentiert derzeit im Haus Koblach ihre farbenprächtigen Bilder. Die Vernissage-Besucher zeigten sich beeindruckt. Birgit Loacker
Julia Neher (rechts) präsentiert derzeit im Haus Koblach ihre farbenprächtigen Bilder. Die Vernissage-Besucher zeigten sich beeindruckt. Birgit Loacker