Klaus schnallt den Gürtel enger

05.02.2018 • 16:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Werner Müller muss auf Haushaltsrücklagen zugreifen. VN
Bürgermeister Werner Müller muss auf Haushaltsrücklagen zugreifen. VN

Voranschlag 2018 sieht Einnahmen und Ausgaben von 9,6 Millionen Euro vor.

Klaus Bei der Gemeindevertretersitzung in Klaus wurde das Budget für das laufende Jahr mehrheitlich mit 18 zu vier Gegenstimmen beschlossen. Beim Budget handelt es sich abermals um ein Sparbudget, betont Gemeindechef Werner Müller und versichert gleichzeitig: „Trotzdem können alle wichtigen und dringend notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden.“ Im Detail sieht das aktuelle Budget Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 9.627.700 Euro vor.

„Vorsichtige“ Budgetplanung

Bei der Erstellung des Voranschlages wurde entsprechend „vorsichtig“ geplant. Ausgabenseitig können aber notwendige Investitionen umgesetzt werden, ohne dass eine weitere Darlehensaufnahme vorgesehen ist.

Für das laufende Jahr stehen vor allem der Um- und Zubau beim Kindergarten mit 700.000 Euro sowie die Ersatzanschaffung eines Tanklöschfahrzeuges für die Feuerwehr mit 420.000 Euro an. Erheblich zu Buche schlagen sich aber auch in diesem Jahr wieder die Kosten in den Bereichen Sozialfonds mit 964.00 Euro und Spitalsfonds  mit 572.200 Euro. Bei der Rathaussitzung wurden dabei einmal mehr die überproportional hohen Kosten in diesen Bereich debattiert und das Ganze kritisch hinterfragt. Um das laufende Budget ausgeglichen gestalten zu können ist allerdings eine Entnahme aus der Haushaltsrücklage von 600.000 Euro notwendig, die sich zum Großteil allerdings aus einer nicht benötigten Entnahme aus der Rücklage 2017 ergibt.

Darlehenstilgungen geplant

Der Vorgabe des Klauser Finanz- und Wirtschaftsausschusses, keine neuen Darlehensaufnahmen zu tätigen, konnte wie auch schon in den vergangenen zwei Budgetjahren auch im laufenden Jahr nachgekommen werden. Dazu sind heuer auch Darlehenstilgungen und Zinszahlungen von insgesamt 1.412.200 Euro vorgesehen und der Schuldenstand der Gemeinde Klaus sollte somit Ende des Jahres bei 14.218.200 Euro liegen.

Der Schuldenstand der Gemeinde-Immobilienverwaltungs-GmbH wird für Ende 2018 mit 439.300 Euro beziffert. MIMA

„Alle wichtigen und dringend notwendigen Maßnahmen können umgesetzt werden.“

Im Klauser Rathaus wurde der Budget-Voranschlag für 2018 mit 18 zu vier Gegenstimmen abgesegnet. MiMa
Im Klauser Rathaus wurde der Budget-Voranschlag für 2018 mit 18 zu vier Gegenstimmen abgesegnet. MiMa