Seit 50 Jahren Feuer und Flamme

15.02.2018 • 17:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit fünf Jahren bekleidet Michael Meier das Amt als Nofler Funkenmeister.
Seit fünf Jahren bekleidet Michael Meier das Amt als Nofler Funkenmeister.

Nofler Funkenzunft feiert ein halbes Jahrhundert.

Feldkirch Gleich sieben Funkenzünfte gibt es in Feldkirch. Eine davon, nämlich jene in Nofels, begeht in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Gegründet wurde sie 1968 von der Freiwilligen Feuerwehr Nofels, die seitdem auch für das Abbrennen des Funkens verantwortlich ist. Rund 18 Meter hoch ist der Jubiläumsfunken, der am Sonntag gezündet wird. Die Besonderheit des hölzernen Stapels liegt in seiner Struktur. Der Funkenturm hat eine einzigartige Optik und Konstruktion, die vom Nofler Möbeldesigner Christoph Mähr entwickelt wurde. Mähr war einst selbst Funkenmeister und übergab das Amt vor fünf Jahren an Michael Meier.

Eine Hexe namens Susi

Natürlich darf auf einem Funken die Hexe nicht fehlen. Sie hat im Fall der Nofler sogar einen Namen, und heißt Susi. Dafür verantwortlich ist Siegi Girardelli. Herausgeputzt wird sie von Bettina Gangl, der Tochter von Martin Gangl, der seit 40 Jahren bei der Feuerwehr ist und damit selbst ein kleines Jubiläum begeht. Mit Ewald Spalt ist sogar noch ein Gründungsmitglied dabei. Bereits Tradition ist, dass die Hexe alljährlich auf dem Nofler Ball präsentiert wird. Dem Funkenmeister fällt dazu eine Anekdote ein. „Einmal wurde sie – ähnlich einer Braut – sogar entführt. Via Facebook ist sie dann wieder aufgetaucht“, erzählt der 46-jährige Elektrotechniker mit einem Schmunzeln.

Heuer soll Susi übrigens besonders spektakulär ihr Ende an der Funkenspitze zelebrieren. „Wenn die Witterung passt, wird die Hexe durch die Lüfte fliegen“, hofft Meier, dass sich auch Wettergott Petrus für solch eine Show begeistern kann. Zum Jubiläum wird auch ein Schriftzug in der Feuerglut zu sehen sein. „Wir wollen dem Publikum wirklich etwas Einmaliges bieten“, so der Funkenmeister. Das Interesse und der Applaus nach dem gelungenen Abbrennen ist das größte Lob, für die 56 Mitglieder. Denn schließlich ist der Arbeitsaufwand immens groß.

Und auch die Kosten – das Holz wird bei der Agrar erworben – schlagen zu Buche. „Deshalb führen wir auch eine Sammelaktion durch. Wir hoffen, dass wir so unsere Ausgaben wieder hereinbringen.“ Kulinarisch verwöhnt werden die Besucher durch Meiers Frau Petra, die sich gemeinsam mit Barbara Stieger für insgesamt 4000 Funkaküchle verantwortlich zeigt. CRO

Bis die Funkenkonstruktion 18 Meter hoch ist, haben die Männer noch alle Hände voll zu tun.Marion Hofer
Bis die Funkenkonstruktion 18 Meter hoch ist, haben die Männer noch alle Hände voll zu tun.Marion Hofer

Funkensonntag

Termin 18. Februar 2018

Programm Bewirtung ab 14 Uhr

Kinderfunken anzünden um ca. 16 Uhr
Fackelausgabe für Kinder um 17:30 Uhr beim Feuerwehr-Gerätehaus.

Um 18 Uhr marschiert Fackelzug mit Musikverein Nofels zum Funkenplatz.18:30 Uhr Jubiläumsprogramm mit Funkenanzünden

Wo Funkenplatz Äuele Nofels