„Rankweil 1938“ Titel für Gedenkveranstaltung

Vorarlberg / 27.03.2018 • 17:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zeitzeugengespräch am 3. April, 19 Uhr, im kleinen Vinomnasaal.

Rankweil Mit der Besetzung Österreichs durch die Deutsche Wehrmacht im März 1938 begann für viele Rankweiler Bürger ein vielfach dramatischer Leidensweg, vor allem für jene, die die Besetzung durch die Truppen von Diktator Adolf Hitler nicht bejubelten. Auch acht Jahrzehnte danach gilt es, diese Thematik nicht aus dem Auge zu verlieren oder in Vergessenheit geraten zu lassen. In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratie und Christentum, Renner Institut sowie Pensionistenverband, dem Bund sozialdemokratischer Akademiker, der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter sowie der Johann-August-Malin-Gesellschaft laden Rankweils Sozialdemokraten mit Alt-NR Günter Dietrich am Dienstag, 3. April, 19 Uhr zum Gespräch mit zwei Zeitzeugen. Der Historiker Werner Bundschuh und Dietrich wollen dabei am Beispiel von Einzelschicksalen bekannter Personen aus Rankweil und Umgebung die weitreichenden Folgen von Anpassung und Widerstand aufzeigen. Auch Zeugen aus dieser Zeit sind anwesend. Neben dem heute 95-jährigen Belgier Civilia Camille, der als Zwangsarbeiter zunächst auf die Baustellen der Illwerke und dann in Sulz tätig war, wird auch Gérard Mariani, der Sohn des französischen Sergeanten Jean Mariani, erwartet. Mariani war 1940 in Kriegsgefangenschaft geraten und im Spital Valduna Elektriker. Im Mai 1945 hat er bei der Befreiung vom Nationalsozialismus eine wichtige Rolle gespielt. VN-TW