Biermacher wollen in Biobrauerei produzieren

01.05.2018 • 15:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Frastanzer Bierproduzenten wälzen große Pläne für die Zukunft. Hier ein Blick ins Innere der Brauerei.
Frastanzer Bierproduzenten wälzen große Pläne für die Zukunft. Hier ein Blick ins Innere der Brauerei.

Brauerei Frastanz plant, fünf Millionen Euro zu investieren.

Frastanz Gelegt wurde der Grundstein für die heutige Bierbrauerei bereits vor knapp 115 Jahren. Auch heute steht das geschichtsträchtige Sudhaus der Frastanzer Bierbrauer noch auf seinem Platz. In all den Jahren wurde in der Brauerei vieles erweitert und ausgebaut. Denoch sind Teile der Infrastruktur nicht mehr zeitgemäß. Vor diesem Hintergrund nimmt die Brauerei für einen Modernisierungsschub viel Geld in die Hand: in den nächsten zwei Jahren sollen rund fünf Millionen Euro in den Umbau des Verwaltungsgebäudes sowie den Bau eines Heizhauses investiert werden.

Abwärme effektiver nutzen

Damit, so das erklärte Ziel, soll die Abwärme beim Brauprozess effektiver genutzt werden. Nachdem bereits 2017 eine Photovoltaikanlage auf dem Hauptlager errichtet wurde, soll nun eine zweite Anlage am Dach der östlichen Lagerhalle folgen. Beim gesamten Umbau verfolge man strenge ökologische Vorgaben, lautet der Tenor in der Chefetage der Genossenschaft mit Geschäftsführer Kurt Michelini und Braumeister Rudi Mayer und Antons Schels als technischem Leiter. Schels kann auf 40 Jahre Erfahrung in der Brauereibranche verweisen und zeichnet seit Jänner 2018 in Frastanz für die Bereiche Logistik sowie Lager und Labor verantwortlich. Darüber hinaus hat er sich ein zweites Ziel gesteckt: Die Frastanzer wollen sich „in eine echte Biobrauerei verwandeln. Vor diesem Hintergrund soll strengen Lebensmittelrichtlinien gefolgt werden und ein neues Qualitätslabor errichtet werden. Sogar Pläne für eine eigene Hefereinzuchtanlage werden gewälzt.

Gegen Konzerne gewappnet

Als größte Umbauetappe, die voraussichtlich 2019 erfolgen soll, gilt der Bau eines neuen Gär- und Lagerkellers auf zwei Ebenen, einer für Mitarbeiter und der andere für Besucher. Die offene Hauptvergärung des Biers, ein nur noch selten durchgeführtes Verfahren, wird auch im neuen Gärkeller stattfinden. An der Qualität des Biers soll nichts verändert werden, auch Kernsorten will man nicht antasten. In der Produktpalette solle es hingegen zu Ergänzungen kommen. Mit der Erweiterung der Genossenschaft auf Privatpersonen und den Umbauten verfolgt die Brauerei ein Hauptziel: Man will gewappnet sein „gegen Angriffe von Konzernen“. CEG

Anton Schels ist neu in der Führungscrew und hauptverantwortlich für die Umbauarbeiten in der Brauerei. CEG
Anton Schels ist neu in der Führungscrew und hauptverantwortlich für die Umbauarbeiten in der Brauerei. CEG