Gedenkabend für Götzner Mundartdichter

07.05.2018 • 16:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alterbürgermeister Werner Huber mit Martina Türtscher.
Alterbürgermeister Werner Huber mit Martina Türtscher.

Hinterlassenschaft von Rudi Kurzemann im Mittelpunkt.

Götzis Im April 2008, also vor knapp einem Jahrzehnt, verstarb der Götzner Mundartdichter Rudi Kurzemann. Kurzemann war aber nicht nur für zahlreiche Götzner noch viel mehr als ein Mundartdichter. Er zeigte Talent als Regisseur, Radiosprecher sowie Moderator und Schriftsteller. Darüber hinaus wusste er sich neben seiner geliebten Mundart auch in der Schriftsprache für viele geradezu perfekt ins Szene zu setzen und auszudrücken. Der Götzner galt denn auch als ein Meister seines Faches. In seinen vier Werken hinterließ er künftigen Generationen ein Zeugnis über urigen Dialekt in der Kummenberggemeinde.

Kinder lasen Texte Kurzemanns

Anlässlich seines zehnten Todestages trafen sich Familie, Freunde und Weggefährten im Junker Jonas Schlössle im Zentrum von Götzis. Armin Bell, enger Freund Kurzemanns, erzählte Anekdoten aus dem Leben des Wortkünstlers, die Kinder Susanne und Christoph lasen ausgewählte Werke. „O Bömm kond tanza“, „Uf Tod und Leaba“ oder „As würd scho änawa gsi gsi si“ sind nur eine kleine Auswahl der Titel.

Rund einhundert Gäste im Schlössle

Einen vergnüglichen Abend verbrachten unter anderem der einstige Götzner Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Werner Huber, die Holzbauer Peter und Heidi Hörmann, Kaufmann und Spar-Urgestein Franz Josef Fleisch, der Obmann der Volkshochschule Wolfgang Türtscher, Steuerberater Gerhard Zuggal, der ehemalige und langjährige Landesschulinspektor Herbert Wehinger sowie die ebenfalls eng mit dem Dialekt verknüpfte Kabarettistin und „Meisterin der Worte“, Gabi Fleisch.

Der humorvolle Abend wurde von den rund einhundert Gästen bei einem Umtrunk im Schlössle weiter zum abendfüllenden Thema gemacht, dabei wurden weitere Erlebnisse von und über Kurzemann ausgetauscht. CEG

Christoph Kurzemann (l.) mit Susanne und Armin Bell, einstiger Macher in der Kulturbühne Ambach.CEG
Christoph Kurzemann (l.) mit Susanne und Armin Bell, einstiger Macher in der Kulturbühne Ambach.CEG