Pflegearbeit einmal groß im Mittelpunkt

14.05.2018 • 16:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das achtköpfige Organisationsteam mit Sandra Müller (4. v. l.) an der Spitze. VER
Das achtköpfige Organisationsteam mit Sandra Müller (4. v. l.) an der Spitze. VER

Privatinitiative hatte in die Marktgemeinde Götzis geladen.

Götzis Jedes Jahr am 12. Mai, am Geburtstag von Florence Nightingale, wird weltweit der internationale Tag der Pflege begangen. Dank Nightingale gewann der Beruf Krankenpfleger großes Ansehen. Zu ihren Ehren wurde denn auch der Krankenpflegetag eingeführt. Gemeinsam mit sieben Kolleginnen und Kollegen hat Sandra Müller eine private Initiative ins Leben gerufen. Insgesamt waren sechs Monate Vorbereitungszeit notwendig, um das Event „Pflege steh(t) auf“ zu organisieren. Wichtiges Detail: Man will nicht demonstrieren, sondern präsentieren.

Moderne Bildungsformen

Im Vorfeld betonte das Organisationsteam, es gehe wesentlich darum, gemeinsam für die Anliegen und Bedürfnisse aus allen Bereichen der Pflege einzustehen. Rund hundert Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Berufsgruppen im Pflegebereich aus dem ganzen Land waren nach Götzis gekommen, um sich für gemeinsame Ziele einzusetzen. Dabei standen vor allem gleiche Gehälter für alle Pflegepersonen und die finanzielle Abgeltung für Praxisbegleitungen sowie neue Bildungsformen im Vordergrund der Diskussion. Neben Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker hatte auch der Direktor der Vorarlberger Landeskrankenhäuser, Gerald Fleisch, am Podium Platz genommen.

„Arbeiten mit Herz und Hirn“

Moderatorin Dorit Wilhelm hieß neben AK-Vizepräsidentin Manuela Auer auch Daniel Matt und Referentin Christel Bienstein willkommen. Biensteins Fachvortrag stand unter dem Motto „Pflege spricht für sich“ und fand großen Zuspruch. Christine Rothacker brachte mit ihrem „betreuten Kabarett“ das Thema „Pflege für alle“ auf den Punkt. Und Alten- und Angehörigenpflegerin Klitscherova aus dem osteuropäischen „Billiglohnsektor“ erklärte ihre Sicht der Dinge am Pflegesektor. In den Programmpausen kam es zu einem regen Austausch zwischen den verschiedenen Berufsgruppen. Ganz nach dem Motto „Arbeiten mit Händen, Herz und Hirn“ soll es 2019 eine Fortsetzung der Pflege­initiative geben. VER

Spitalsdirektor Gerald Fleisch (l.) mit Pflegedirektoren Maria Lackinger und Michael Scheffknecht.
Spitalsdirektor Gerald Fleisch (l.) mit Pflegedirektoren Maria Lackinger und Michael Scheffknecht.