Skurrile Welt der Rosemarie begeisterte Kobler Publikum

von Redaktion

Rosemarie Warth gab am Sonntag auf der Bühne in der Koblacher Dorfmitte zum Gaudium des Publikums alles. loacker

Koblach Sie gilt als „ganz seltenes Pflänzchen im Damengarten“: Rosemarie Warth ist Clownin, Poetin, tanzt, singt, musiziert und berührt die Menschen mit urkomischen Eskapaden, zum Beispiel als skurrile und verklemmte Schwäbin im Faltenrock, die ihr Soloprogramm prägt. Am vergangenen Sonntag konnte sich das Publikum im Koblacher Gemeindezentrum Dorfmitte von den kabarettistischen Qualitäten der Schwäbin überzeugen.

Mit dicker Brille und spießigen Kleidchen präsentierte Rosemie Warth auf unscheinbare Weise „ihre wahren Talente“. Mit einer Mischung aus Begriffsstutzigkeit und schlauer Selbstironie entführte sie dabei das Publikum tanzend, singend und musizierend zu den menschlichen Missgeschicken, die eben so passieren.

Eindrucksvoll präsentierte sie eine Stepnummer mit einem Bonbon im Mund und etwas, das man wohl am ehesten als Alpen-Samba bezeichnen kann. Auch das Publikum wurde miteinbezogen und durfte Ball spielen, Töne nachsingen oder sich im Kanon versuchen. Edwin aus dem Publikum hatte es Rosemarie besonders angetan, immer wieder durfte er mithelfen.

„Kummerberg“ im Programm

Das vom Kummenberg wahrscheinlich nur einmal im Jahr Deutschland gesehen werden kann, betrübt die Schwäbin und jetzt ist ihr klar, dass es in Wahrheit wohl „Kummerberg“ heißt. Rhesi würde sie in einen Märchenwald umwandeln und für das große Kunstwerk im Saal von „Dorfmitte“ brauchte sie über ein Jahr, da sie über 7000 Luftmaschen häkeln musste. „Luft“maschen im wahrsten Sinne des Wortes. Das Publikum zeigte sich angetan von einem Abend, der immer wieder zum Nachdenken einlud, aber vor allem einzigartig, wahrhaftig und unfassbar komisch war. LOA

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