Zweites Standbein in Rankweil

10.03.2019 • 15:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aufgrund von Platzmangel beim Standort in Nenzing plant Hydro, eine Aluminiumbearbeitungsanlage im Kunert-Areal in Rankweil zu erreichten. Hydro
Aufgrund von Platzmangel beim Standort in Nenzing plant Hydro, eine Aluminiumbearbeitungsanlage im Kunert-Areal in Rankweil zu erreichten. Hydro

Bauverhandlung für Außenstandort von Hydro Components mit Sitz in Nenzing steht an.

Rankweil Die zur international tätigen Firmengruppe Hydro gehörende Hydro Components Nenzing GmbH plant die Errichtung eines Außen­standorts im Kunert-Industriepark in der Marktgemeinde Rankweil. Vorgesehen ist dort künftig der Betrieb einer Aluminiumbearbeitungsanlage. Manfred Rotschne, Geschäftsführer der in Nenzing ansässigen Unternehmen Hydro Extrusion Nenzing und Hydro Components, bestätigt entsprechende Pläne. Es sei das erste Mal, dass Hydro in Vorarlberg einen zweiten Standort neben dem Werk in Nenzing in Betrieb nehmen müsse. Der Grund dafür: akuter Platzmangel. „Wir platzen hier aus allen Nähten und haben derzeit keine andere Wahl, als an andere Standorte fernab unseres Stammwerks auszuweichen“, so Rotschne. 

Der geplante Standort in Rankweil sei für einen langjährigen Kunden. „Eigentlich wollen weder wir noch der Kunde diesen externen Standort. Das verkompliziert Abläufe, erfordert weitere Audits und sorgt für zusätzlichen Lkw-Verkehr zwischen den Standorten Rankweil und Nenzing“, erklärt Rotschne. Der Kunde habe nur deshalb eingewilligt, weil er seit vielen Jahren mit Hydro zusammenarbeite und diese Lösung nur temporär sein dürfe. Der Außenstandort in Rankweil mit voraussichtlich zehn Mitarbeitern soll dann auch bereits im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen. Die entsprechenden Behördenverfahren laufen und ein Termin für die Bauverhandlung wurde angesetzt. Diese findet am Donnerstag, 14. März, statt. Bis dorthin liegen die Projektunterlagen zur Einsichtnahme bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch und bei der Marktgemeinde Rankweil zur Einsichtnahme auf. 

Erweiterung in Nenzing

Geschäftsführer Manfred Rotschne hofft jedenfalls, dass hinsichtlich der bekannten Erweiterungswünsche beim Hauptsitz in Nenzing bald entsprechende Entscheidungen fallen. Die Hydro Components Nenzing GmbH möchte bekanntlich den Standort  bis 2025 um bis zu zwölf Millionen Euro ausbauen. Allerdings müssen dafür rund 9000 Quadratmeter an Flächen aus der Landesgrünzone genommen werden.