Neue Kosten für FL.A.CH noch nicht fixiert

Vorarlberg / 12.03.2019 • 17:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der politische Wille für eine Schnellbahnverbindung Feldkirch-Buchs ist vorhanden.
Der politische Wille für eine Schnellbahnverbindung Feldkirch-Buchs ist vorhanden.

Wien und Vaduz vor Verhandlungen über Schnellbahnverbindung.

Feldkirch Der Ausbau des regionalen Bahnverkehrs zu einer Schnellbahnverbindung zwischen Feldkirch und Buchs, der unter dem Titel FL.A.CH, bekannt ist, ist, das beteuert man dies und jenseits der Grenze, wieder auf Schiene. Aber die langen Verzögerungen im Projekt haben dazu geführt, dass die Projektkosten jetzt wieder aktualisiert werden müssen. Neue, aktuelle Zahlen wurden erst auf Ende Jänner und dann für den Februar versprochen. Nun heißt es aus dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dass das Mandat zu Verhandlungen auf Beamtenebene im Laufe des März erteilt werden könne. Während es aus dem Verkehrsministerium im Wien heißt, dass die Höhe und Zuordnung der Zahlen zwischen Liechtenstein und Österreich abgestimmt sei, erklärt man im Liechtensteiner Verkehrsministerium, dass sich die Abstimmung in der Schlussphase befinde. „Gerne unterstreiche ich, dass von beiden Seiten nach wie vor die feste Absicht besteht, das Projekt und dessen Finanzierung so weit aufzubereiten, dass die nötigen politischen Entscheidungen in beiden Ländern zeitnah herbeigeführt werden können“, betont der Liechtensteiner Infrastrukturminister Daniel Risch auf VN-Anfrage.

Verhandlungen auf Beamtenbasis

Der nächste Schritt werden jedenfalls Verhandlungen über die Verteilung der Kosten auf Beamtenbasis sein. Hierfür benötigt man in Vaduz allerdings ein neues Mandat der Regierung, da die Gespräche 2015 im Fürstentum offiziell sistiert wurden. Das erfolgte als Reaktion auf Begehren aus Österreich, die Kosten nachzuverhandeln. Die ursprüngliche Vereinbarung war, dass Österreich das Bahnnetz ausbaut, Liechtenstein sich dagegen um die Bahnnebeninfrastruktur wie etwa die Bahnhöfe (finanziell) kümmert. Ursprüngliche Kostenschätzungen beliefen sich auf etwa 90 Millionen Euro für die betroffene Verbindung auf dem Staatsgebiet des Fürstentums Liechtenstein.

Noch ist genügend Zeit, aber das Zeitfenster für das Projekt einer Schnellbahnverbindung wird kleiner: Es gibt eine gültige Umweltverträglichkeitsprüfung von 2015, diese läuft aber 2025 aus. Zu lange dürfen die Verhandlungspartner deshalb nicht zuwarten, denn eine neue UVP würde das Projekt wahrscheinlich um mehrere Jahre zurückwerfen. Das will aktuell, das kann man den Stellungnahmen entnehmen, niemand. VN-GMS