Was kann die Alternativmedizin?

Gesund / 22.03.2013 • 11:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Einige Heilmethoden haben sich bei bestimmten Krankheiten bereits etabliert.

Beliebt. Besonders bei Patienten mit chronischen Erkrankungen und Schmerzen erfreut sich die Alternativmedizin immer größerer Beliebtheit. Einige Heilmethoden scheinen sich bei bestimmten Krankheitsbildern bereits etabliert zu haben.

So gilt die Akupunktur als erfolgversprechend bei der Linderung verschiedener chronischer Gelenkschmerzen oder bei Schmerzen in der Lendenwirbelsäule. Mit haarfeinen Nadeln stimuliert der Therapeut dabei die für das Beschwerdebild richtigen Punkte am Körper. Mehr als 350 solcher Punkte sind über den ganzen Körper verteilt. Sie liegen auf unsichtbaren Energiebahnen, die laut traditioneller chinesischer Medizin den menschlichen Körper durchziehen. Krankheiten sind Ausdruck eines gestörten Energieflusses auf diesen Bahnen. Die richtig gesetzten Nadeln können eine Regeneration in Gang bringen.

Die Homöopathie

Ganz anders ist der Wirkmechanismus bei einer homöopathischen Behandlung. Hier gilt der Grundsatz: „Ähnliches heilt Ähnliches.“ Substanzen verschiedenster Herkunft werden auf eine genau festgelegte Weise extrem verdünnt und ergeben so das homöopathische Mittel. Das ist dann meist in Alkohol gelöst oder auf winzige Kügelchen (Globuli) aufgebracht erhältlich. Auch wenn die Ausgangsstoffe sich in einer nicht mehr nachweisbaren Verdünnung im Medikament befinden, scheint die Information der Wirksubstanz, laut Anhänger der Homöopathie, doch heilkräftig erhalten zu bleiben. In einer aufwändigen Anamnese kann ein gut ausgebildeter Homöopath das Mittel herausfinden, das am besten zu den physischen oder psychischen Beschwerden des Patienten passt.

Eine weitere alternative Heilweise ist die anthroposophische Medizin. Sie versteht sich als Erweiterung der „Schulmedizin“ und wird auch häufig von Ärzten angeboten. Die anthroposophische Medizin basiert auf einer bestimmten Sichtweise über den Mensch und seine funktionellen Bereiche. Diese lassen sich in drei Systeme gliedern, die bei einer Heilbehandlung miteinbezogen und ins Gleichgewicht gebracht werden: das Sinnes-Nerven-System des Denkens und Bewusstseins, das rhythmische System von Kreislauf und Atmung und das Stoffwechsel- und Gliedmaßensystem. Diese ganzheitliche Betrachtung berücksichtigt auch das soziale Umfeld des Patienten und seine Lebensweise.