Pflege bei Inkontinenz: Frühzeitig Hilfe holen

Gesund / 23.08.2013 • 10:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vorbeugen. Wer an Inkontinenz leidet, der braucht in der Regel Einlagen, um den Urin aufzufangen, den der Körper selbst nicht mehr halten kann. Solche Inkontinenzprodukte müssen mehrere Bedingungen erfüllen: Sie sollten möglichst viel Urin zuverlässig aufsaugen, ihn geruchsneutral binden und die Haut trocken halten. Gerade der letzte Punkt, so das Infozentrum Inkontinenz, ist besonders wichtig. Denn wenn der Harn nicht zuverlässig aufgesaugt wird, entsteht ein feuchtes Milieu, in dem Bakterien gedeihen. Vor allem für ältere Menschen, deren Haut ohnehin spröder und empfindlicher ist, kommen dann Hautreizungen und Entzündungen hinzu, die schmerzhaft sind.

Richtige Auswahl

Vorbeugen lässt sich durch sorgfältige Hautpflege und die Auswahl der richtigen Inkontinenzprodukte. Nur wenn Windel oder Inkontinenz-Slip gut sitzen und häufig genug gewechselt werden, bleibt die Haut unter der Vorlage trocken. Hautärzte empfehlen außerdem pH-neutrale Waschlotionen, Feuchttücher ohne Konservierungs- oder Duftstoffe und das tägliche Eincremen des kritischen Intimbereichs mit rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden Cremes.

Hautpflege ist aber auch für jüngere Menschen ein Problem. Statt sich ein für ihre Bedürfnisse passendes Inkontinenzprodukt zu suchen, behelfen sie sich mitunter jahrelang mit ungeeigneten Mitteln, wie Papiertaschentüchern, Damenbinden oder Slipeinlagen. Diese Produkte sind aber für andere Anlässe gemacht.

Vor allem können sie Nässe oft nicht ausreichend binden. Die Folge sind entsprechende Hautprobleme. Hilfreiche Berater sind Ärzte und Apotheker. Wer lieber anonym bleibt, sollte sich übers Internet Produktproben schicken lassen und sich so in Ruhe das passende Produkt suchen.