Inkontinenz: Der erste Schritt zur Diagnose

Gesund / 30.08.2013 • 10:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein detailliertes Blasenentleerungsprotokoll kann dem Arzt die Diagnose erleichtern.

Blasenschwäche. „Hilfe, ich habe ein Blasenproblem“: Viele Menschen haben irgendwann in ihrem Leben plötzlich das Gefühl, ihre Blasenmuskulatur nicht mehr zuverlässig zu beherrschen. Panik ist bei vielen die erste Reaktion.

Dazu besteht aber kein Grund, denn Millionen Menschen sind im Laufe ihres Lebens von Blasenschwäche betroffen. Aber nicht bei allen bleibt sie lebenslanges Schicksal. In vielen Fällen können die Ärzte ihnen helfen, sei es durch Medikamente, die Verschreibung von Beckenbodentraining oder auch durch eine Operation.

Protokoll führen

Ein erster Schritt auf dem Weg zur richtigen Diagnose ist immer der Besuch beim Arzt. Wer sich gut darauf vorbereiten möchte, der kann bereits im Vorfeld ein sogenanntes Miktions- oder Blasenentleerungsprotokoll führen. Solche Tabellen können beispielsweise im Internet heruntergeladen werden. Über mehrere Tage hinweg werden darin alle Trinkmengen sowie alle unfreiwilligen oder kontrollierten Blasenentleerungen mit den jeweiligen Uhrzeiten und der geschätzten Harnmenge notiert.

„Schätzung reicht“

„Aber keine Sorge“, beruhigen Mitarbeiter vom „Infozentrum Inkontinenz“: Die Menge an Urin muss nicht genau abgemessen werden, eine Schätzung reicht und die Notiz, ob es „wenig“, „mittel“ oder „viel“ Urin war. Notiert wird auch, ob der Urin gewollt auf der Toilette entleert wurde oder unfreiwillig abging. Aus den Mengenangaben kann der Arzt beim Untersuchungstermin bereits wichtige Rückschlüsse ziehen. Wer sich bereits mit Vorlagen oder anderen Blasenschwächeprodukten behilft, der sollte unbedingt aufschreiben, wie oft er die Vorlagen wechseln musste. Auch das erleichtert dem Arzt die Diagnose.