Ob Reiterin oder Reiter: Das Pferd ist gleich gestresst

Gesund / 22.08.2014 • 09:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auch bei den Reitenden selbst zeigt eine Studie keine geschlechtsspezifischen Unterschiede.

Wien. Pferde scheinen davon unbeeindruckt, ob sie von einer Frau oder einem Mann durch einen Springparcours manövriert werden. Laut einer Untersuchung von Forschern der Veterinärmedizinischen (Vetmed) Universität Wien hat das Geschlecht des Reiters keinen Einfluss auf den Stresspegel der Tiere. Die Studie wurde im Fachblatt „Journal of Comparative Exercise Physiology“ veröffentlicht.

Im Reitsport treten Frauen und Männer nicht nach Geschlechtern getrennt an. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die frühere Männer- allerdings in eine Frauendomäne verwandelt: 80 Prozent der Reiter sind mittlerweile Frauen. Daher sei es interessant herauszufinden, ob es für die Tiere einen Unterschied macht, ob ein Vertreter des einen oder anderen Geschlechtes im Sattel sitzt, wie es in einer Aussendung der Uni heißt.

Gleicher Trainingsstand

Die Wissenschafter um Teamleiterin Christine Aurich und die Erstautorin der Studie, Natascha Ille, untersuchten am Graf-Lehndorff-Institut der Vetmed die Reaktion von acht Pferden auf jeweils acht Reiterinnen und Reiter mit gleichem Trainingsstand. Jedes Tier wurde sowohl von einer Frau als auch von einem Mann durch einen standardisierten Springparcours geritten. Die Forscher untersuchten anschließend die Konzentration des Stresshormons Kortisol im Speichel sowie die Herzschlagfrequenz von Pferd und Reiter.

Der Kortisolspiegel der Pferde stieg während des Reitens zwar erkennbar an, allerdings stets in gleicher Weise und unabhängig vom Geschlecht des Reiters.

Auch bei den Reitenden waren, und das unabhängig vom Geschlecht, die Kortisolspiegel bei allen Tests in etwa gleich hoch. Hinsichtlich der gemessenen Herzschlagfrequenz fanden die Wissenschafter ebenfalls keine Unterschiede.

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