Eiweißverlust als Risikofaktor für das Herz und den gesamten Kreislauf

Gesund / 20.05.2016 • 09:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Philipp Rein (M.) mit Ärztekammerpräsident Michael Jonas (r.) und Laudator Christoph Säly. Foto: Ärztekammer
Philipp Rein (M.) mit Ärztekammerpräsident Michael Jonas (r.) und Laudator Christoph Säly. Foto: Ärztekammer

Preis der Ärztekammer für Vorarlberg an Phi­lipp Rein verliehen.

Feldkirch. Die beste medizinisch wissenschaftliche Arbeit im Jahre 2015 wurde von Ärztekammerpräsident Michael Jonas mit dem Preis der Ärztekammer für Vorarlberg ausgezeichnet. Der etablierte und mit 4000 Euro dotierte Wissenschaftspreis ging diesmal an Privatdozent Philipp Rein. Er ist Facharzt für Innere Medizin mit dem Zusatzfach Gastroenterologie und Hepatologie und seit vielen Jahren am VIVIT-Institut im Landeskrankenhaus Feldkirch tätig. Die Übergabe des Preises fand wiederum in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Ärzte im Rahmen des jährlichen Symposiums „Medizinische Forschung in Vorarlberg“ im Panoramasaal im Landeskrankenhaus Feldkirch statt.

Auf Herz und Nieren prüfen

Der Zusammenhang von Nieren- und Herzerkrankungen ist seit Längerem bekannt. Nun untersuchte Philipp Rein vom VIVIT-Institut in Feldkirch in einer aktuellen Arbeit die Bedeutung eines Eiweißverlustes über die Nieren für künftige Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dabei konnte die Arbeitsgruppe zeigen, dass eine vermehrte Ausscheidung von Eiweiß im Harn einer der stärksten Risikofaktoren für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt. Die Autoren folgern, dass die Messung der Eiweißausscheidung im Harn einen entscheidenden Faktor in der individuellen Risikoabschätzung und damit in der Steuerung von Vorbeugemaßnahmen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen kann.

Würdigung für Ärzte

Der Preis der Ärztekammer Vorarlberg wurde heuer  zum 12. Mal verliehen. Damit sollen sowohl in den Vorarlbergern Krankenhäusern als auch im niedergelassenen Bereich hochrangige wissenschaftliche Arbeiten und praktische Leistungen von Ärztinnen und Ärzten eine Würdigung erfahren.