Diabetes ist eine große Gefahr für die Gefäße

Gesund / 09.06.2016 • 18:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vivit-Institut präsentiert bei internationaler Tagung 14 Arbeiten.

Feldkirch. Diabetes ist mit Abstand die häufigste Stoffwechselstörung. Das Vivit-Institut beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Entstehung und damit, wie diese Erkrankung verhindert werden kann, und hat dazu entscheidende Entdeckungen gemacht.

Bei Patienten mit Typ 1 Diabetes ist immer eine Behandlung mit Insulin notwendig. Auch bei Typ 2 Diabetes kann eine Insulinbehandlung sinnvoll sein. Da aber das Problem beim Typ 2 Diabetes nicht ein absoluter Mangel an Insulin ist, gibt es andere Möglichkeiten der Behandlung. Die neueste Option setzt bei den Nieren an. Mit einer neuen Medikamentenklasse, den SGLT-2-Hemmern, kann die Ausscheidung von Blutzucker über die Nieren gefördert werden. Eine andere Studie, an der das Vivit mitgearbeitet hat, zeigte, dass effizient Herzschwäche und Todesfälle bei herzkranken Patienten mit Diabetes verhindert werden können. Ein anderes modernes Medikament hat in einer Studie ebenfalls eine Reduktion von Herz-Kreislauf-Ereignissen gezeigt. Diese Studie wird auf der Tagung der American Diabetes Association vorgestellt.

Auch das Vivit präsentiert dort 14 neue Forschungsarbeiten. Prof. Heinz Drexel und Prof. Christoph Säly stellen Arbeiten vor, die das Risiko von Patienten mit Diabetes und Schaufensterkrankheit untersuchen oder einen engen Zusammenhang zwischen Diabetes und der Fettlebererkrankung zeigen. Andreas Leiherer vom Molekularbiologischen Labor präsentiert eine Arbeit, die erstmals ein neues Fettgewebshormon als Vorhersagefaktor für Herz-Kreislauf-Ereignisse bei Patienten mit Diabetes untersucht.

Die Unterstützung der Diabetesforschung ist übrigens durch eine Mitgliedschaft beim Vivit (Jahresbeitrag 25 Euro) möglich.

Infos: E-Mail: vivit@lkhf.at oder Tel. 05522/303-2670.