Drei Lebensretter spenden Hoffnung

22.07.2016 • 08:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Krankenpflegeschülerin Nadine Porod konnte mit ihren Stammzellen einer Frau aus Frankreich helfen. Foto: verein
Die Krankenpflegeschülerin Nadine Porod konnte mit ihren Stammzellen einer Frau aus Frankreich helfen. Foto: verein

Verein „Geben für Leben“ hofft auch auf Hilfe für die kleine Ferha.

Hard. Das hat es seit der Gründung des Vereins „Geben für Leben“ vor über 16 Jahren noch nicht gegeben. Innerhalb von nur wenigen Wochen konnten dank einer Blutspende gleich drei neue Lebensretter gefunden werden. Matthias Burtscher (24) aus Fontanella war mit seinem Lkw unterwegs, als er von der Typisierungsaktion im Zimbapark Bürs hörte. Kurzentschlossen fuhr er hin und ließ sich typisieren. Nun konnte er einer 60-jährigen Spanierin seine gesunden Stammzellen spenden. Es wurden so viele, dass sogar noch ein Überschuss für die Patientin eingefroren werden konnte. Nach der Stammzellspende war Matthias Burtscher noch fit genug für den abendlichen Tanzkurs. Vom Arbeitgeber, der Stark-Recycling, gab es zwei Tage bezahlten Urlaub.

Roman Koller (38) aus Schnepfau ist Vater von zwei Kindern. Er spendete seine Stammzellen mittels einer Knochenmarkspende. Der Patient, der nun davon profitierte, ist ein acht Monate alter Junge aus Großbritannien. Da Koller in einer Umzugsfirma arbeitet und körperlich schwere Arbeiten verrichtet, musste er eine Woche Krankenstand nehmen, da er nach der Knochenmarkspende nicht schwer heben durfte. In Deutschland bezahlt nach der Spende die Krankenkasse den Krankenstand, in Österreich nicht. Hier kam ihm sein Arbeitgeber (Ulbg-Box) entgegen und ermöglichte diese Ruhephase. Nadine Porod (21) aus Schlins besucht die
3. Klasse der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Unterland. Ihre gesunden Stammzellen erhält eine 54-jährige Französin.

„Unlängst lernten wir die Spender persönlich kennen und ehrten sie mit unserem Award und der Lebensretter-Urkunde“, berichtet Vereins­obfrau Susanne Marosch stolz. Durch die Unterstützung der Bevölkerung konnten bereits über 20.000 Menschen typisiert und dreißig passende Spender gefunden werden, die den Patienten und Angehörigen Hoffnung schenkten.

Aktion im Montafon

Noch immer auf einen passenden Spender wartet die 18 Monate alte Ferah, und die Familie bangt um das Leben des kleinen Mädchens. Deshalb findet am 30. Juli im Haus des Gastes in Schruns von 10 bis 17 Uhr eine Typisierungsaktion statt. Unterstützung leisten das Organisationsteam des M3 Montafon Mountainbike Marathons und der Lions Club Silvretta. Er hat zugesagt, die Kosten von zwanzig Typisierungen im Wert von insgesamt 1000 Euro zu übernehmen.

Auch ATIB Bregenz wurde aktiv. Der Verkauf von Sesamringen und Schwarztee für die Leukämiehilfe erbrachte 500 Euro. Obmann Yasar Aydemir und Kassier Turhan Özkan überreichten den Scheck, mit dem zehn weitere Typisierungen bezahlt werden können.