Bei Insektenstichen ist Vorsicht geboten

19.08.2016 • 07:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bienen sind wichtig, für Allergiker aber auch gefährlich. Foto: vn/ps
Bienen sind wichtig, für Allergiker aber auch gefährlich. Foto: vn/ps

Einstichstellen können anschwellen und das Atmen erschweren.

wien. Mit der Hitze kommen auch immer wieder Meldungen über Wespenstiche oder Schlangenbisse. Während Insektenstiche im Allgemeinen eher lästig sind, können sie im Halsbereich auch Nicht-Allergikern gefährlich werden. „Die Haut rund um die Einstichstelle rötet sich oft und schwillt an“, sagt Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. Wird man im Mundbereich gestochen, kann diese Schwellung die Atmung erschweren. Zusätzlich kann es zu einer allergischen Reaktion kommen.

Doch wie in einer solchen Situation reagieren? Wenn der Stachel zu sehen ist, vorsichtig mit der Pinzette herausziehen. Danach kann die Körperstelle rund um den Stich mit Umschlägen gekühlt werden, damit die Schwellung schneller abklingt. „Menschen, die über ihre Allergie auf Insektengift Bescheid wissen, haben oft eigene Notfallmedikamente mit. Als Ersthelfer kann man ihnen bei der Einnahme helfen“, erklärt Schreiber. Das Lutschen von Eis hilft, das Zuschwellen der Atemwege zu vermeiden. Bei Atemnot oder Kollapsigkeit aber unbedingt Notruf absetzen.

Bezüglich Schlangenbisse kann man in Österreich aufatmen, da hier keine tödlichen Schlangen beheimatet sind. „Wird man von einer heimischen Giftschlange gebissen, können Vergiftungserscheinungen auftreten, die aber nicht lebensbedrohend sind“, erklärt der Chefarzt. Wie bei Insektenstichen gilt es, durch Kühlung die Schwellung zu stoppen. Keinesfalls die Wunde aussaugen oder abbinden.