Die Menschen informieren und motivieren

07.04.2017 • 06:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Helmut Schatz ist es ein Anliegen, dass sich Parkinson-Betroffene, aber auch andere mit der Krankheit auseinandersetzen.  Foto: vn/steurer
Helmut Schatz ist es ein Anliegen, dass sich Parkinson-Betroffene, aber auch andere mit der Krankheit auseinandersetzen.  Foto: vn/steurer

Parkinson-Selbsthilfeverein organisiert am Dienstag, 11. April, einen Vortrag.

bregenz. Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Die Parkinson-Krankheit wurde nach dem britischen Arzt James Parkinson benannt, der von 1755 bis 1824 in London lebte und wirkte. Bekannt wurde James Parkinson durch seine im Jahr 1817 publizierte Arbeit über die sogenannte „Schüttellähmung“, in der er anhand seiner Beobachtungen von sechs Patienten erstmals die Symptome der Krankheit beschrieb. Seine Erkenntnisse stießen vorerst jedoch nur auf wenig wissenschaftliches Echo. Erst als der Wiener Internist Johann  von Oppolzer 1860 die erste Obduktion eines Patienten mit „Schüttellähmung“ durchführte und in jener Gehirnregion, in der James Parkinson die Ursache der Krankheit vermutet hatte, vermehrt  Bindegewebe fand, kam wieder Interesse an dieser Krankheit auf. Angeregt durch den Obduktionsbefund begann sich der Franzose Jean-Martin Charcot 1868 gezielt mit der Erkrankung zu beschäftigen. In einer seiner Vorlesungen im Jahr 1876 schlug er vor, die Krankheit „Maladie de Parkinson“ (Morbus Parkinson) zu nennen.

30.000 Betroffene

In Österreich sind etwa 30.000 Personen von Morbus Parkinson betroffen. Die Erkrankung beginnt zumeist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, sehr selten vor dem 40. Als Ursache gelten nach derzeitigem Wissensstand genetische Veränderungen und äußere oder innere Auslöser. Im Verlauf der langsam fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems sterben Gehirnzellen ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Der entstehende Dopamin-Mangel wirkt sich negativ auf die Steuerung der Muskulatur aus. Bekannte Symptome von Morbus Parkinson sind Muskelstarre, Zittern in Ruhe, Verlangsamung der Bewegungen und eine Störung der Körperhaltung.

Der Parkinson-Selbsthilfeverein möchte Betroffene und deren Angehörige, aber auch die Öffentlichkeit informieren und motivieren, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen. So auch am Dienstag, 11. April. OA Paul Rubner, Facharzt für Neurologie und fachärztlicher Leiter Neurologische Reha der aks-Gesundheit, referiert von 14 bis 17 Uhr im Lebensraum Bregenz.

Der Parkinson-Selbsthilfe-Verein Vorarlberg hat inzwischen 110 Mitglieder. An jedem 1. Dienstag im Monat finden im Lebensraum Bregenz Treffen statt. „Außerdem bieten wir Interessierten verschiedene Therapiemöglichkeiten an“, erklärt Obmann Helmut Schatz. Daneben werden auch Ausflüge organisiert.

Kontaktadresse: Parkinson-Selbsthilfe-Verein Vorarlberg,
Helmut Schatz, Wolfurt,
Tel. 0664 1402980,  
E-Mail: schatz.helmut@cable.vol.at