Schreiende Säuglinge

14.04.2017 • 07:03 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

warwick. In Ländern wie Deutschland und Dänemark schreien und quengeln Babys einer Studie zufolge weniger als in Großbritannien und Italien. Zu diesem Schluss kommt der Psychologe Dieter Wolke von der Universität Warwick nach der Analyse von Daten zum Schreiverhalten von fast 8700 Kindern in neun Industrieländern. Über die Ursachen könne man nur spekulieren, erklärt sein Team im Fachblatt „The Journal of Pediatrics“. Für Eltern sei es wichtig zu wissen, wie viel ein normales Baby schreit. Selbst in Geburtsvorbereitungskursen werde darauf leider kaum eingegangen. Der Abgleich der Daten ergab, dass Babys in den ersten zwei Lebenswochen etwa zwei Stunden am Tag schreien oder wimmern. Sie steigern sich auf bis zu zwei Stunden 15 Minuten täglich im Alter von sechs Wochen. „Eltern sind darauf aber oft nicht vorbereitet“, sagte Wolke.