Alexander Wolf

Kommentar

Alexander Wolf

Schnellste Beratung

Gesund / 09.06.2017 • 09:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Egal ob Kopfschmerzen, Fieber, Rückenbeschwerden oder Zahnweh: Bei plötzlichen gesundheitlichen Problemen bekommen AnruferInnen unter der Nummer 1450 rasche Hilfe. Der Service ist kostenlos – AnruferInnen bezahlen nur die üblichen Telefonkosten gemäß ihrem Tarif. Speziell geschultes diplomiertes Krankenpflegepersonal berät jede(n) AnruferIn, schätzt die Dringlichkeit des Anliegens mit Hilfe eines qualitätsgesicherten Abfragesystems ein und gibt dann Verhaltensempfehlungen ab. Das kann beispielsweise die Entsendung einer Ärztin/eines Arztes nach Hause sein, die Empfehlung zur Konsultation der Hausärztin/des Hausarztes zur nächsten Ordinationszeit oder die Empfehlung, eine Notfallaufnahme aufzusuchen.

1450 ist ohne Vorwahl über das Handy oder Festnetz zu wählen und 24 Stunden erreichbar. Die Wartezeit, bis der Anruf angenommen wird, soll maximal 20 Sekunden betragen. Name und Sozialversicherungsnummer der Anruferin/des Anrufers werden abgefragt. Das Telefonat kann aber auch anonym erfolgen.

Bei der Beratung wird auch der Wohnort der Anruferin/des Anrufers berücksichtigt und mit Informationen über Ärztinnen/Ärzte in der Nähe und deren Öffnungszeiten verknüpft. Damit bietet der Dienst nicht nur schnelle Hilfe bei akuten Symptomen, sondern auch eine Orientierung im Gesundheitswesen. Sollte sich das Gesundheitsproblem als akut herausstellen, wird sofort die Rettung mit oder ohne Notärztin/Notarzt entsendet.

Die Gesundheitsberatung 1450 ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger und der drei Bundesländer der Pilot-Phase Niederösterreich, Wien und Vorarlberg. Die Gesundheitsnummer wurde nach dem Vorbild von Ländern wie Großbritannien, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz konzipiert. Die Erfahrung in diesen Ländern zeigte, dass es sich bei rund 80 Prozent der Anfragen um keine Notfälle handelte, bei rund 60 Prozent reichte sogar eine Selbstbehandlung aus, um die Beschwerden zu kurieren.