Schwung für den Darm und auch für die Verdauung

Gesund / 14.06.2017 • 19:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Ursachen für Verstopfung werden durch Unwissenheit oft verstärkt. Info-Abend.

Dornbirn. „Gesundheit beginnt im Darm“, denn er ist das größte Immunorgan. Ein gesunder Darm besitzt rund 80 Prozent der Abwehrzellen. Das sorgt nicht nur für eine gute Verdauung, sondern beeinflusst auch das allgemeine Wohlbefinden. Trotzdem ist Darmträgheit zur Volkskrankheit geworden. Die Ursachen sind vielseitig und werden durch Unwissenheit noch verstärkt. Dabei erkranken, neben der häufig betroffenen Gruppe der Senioren, sogar Kinder. Dabei können sich Betroffene in vielen Fällen selbst helfen. Bei einem Informationsabend am Montag, 19. Juni, ab 18 Uhr im Dornbirner Rathaus wird das nötige Wissen vermittelt.

Über Verstopfung zu reden, fällt vielen schwer. Dabei kann sie die Gesundheit massiv beeinträchtigen. Wer zum Abführmittel greift, begibt sich in einen Teufelskreis. In den meisten Fällen ist Verstopfung das Ergebnis einer jahrelangen stärke- und zuckerreichen sowie ballaststoffarmen Ernährung, die häufig mit Bewegungsmangel einhergeht. „Um die richtigen Schritte zu setzen, braucht es Wissen. Deshalb informieren unsere Expertinnen und Experten in ihren Vorträgen und stehen anschließend für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung“, sagt Evi Reinstadler, Leiterin des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums im Krankenhaus Dornbirn. Wer weiß, wie der Körper funktioniert, kann ihn bei seinen täglichen Aufgaben unterstützen.

Gesunde Ernährung

Der Darm braucht Unterstützung. Mit 30 bis 40 Gramm Ballaststoffen täglich kann bereits viel bewirkt werden. Denn die Naturfasern besitzen vielfältige gute Eigenschaften. Wie jede und jeder mit der Ernährung positive Schritte setzen kann, erklärt Birgit Kubelka. Die im KH Dornbirn tätige Diätologin serviert zu den praktischen Tipps auch ein buntes Buffet mit verdauungsfördernden Zutaten. Aber nicht nur die Ernährungsweise ist wichtig für die Darmtätigkeit. Häufig ist die Situation bei Verstopfung komplex und die optimale Therapie erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen.

Programm

» Vorträge 18 bis 19 Uhr: „Wie Ballaststoffe unsere (Darm-)Gesundheit fördern“ (Birgit Kubelka, Diätologin); „Wie Bewegung unsere (Darm-)Gesundheit fördert“ (Elisabeth Maurer-Trunk, Physiotherapeutin); „Wann die Chirurgie helfen kann“ (Michael Hämmerle); „Was es sonst noch gibt“ (Brigitte Amort, Inkontinenz- und Stomaberaterin)

» Persönliche Beratung und gesunde Jause: 19 bis 20 Uhr

» Montag, 19. Juni 2017, Rathaus Dornbirn, Großer Sitzungssaal (Zimmer 133), 1. Stock