Marlies Mohr

Kommentar

Marlies Mohr

,,Hallo, i bims!“

Gesund / 30.06.2017 • 09:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hallo, i bims! Ja, Sie habem schom richtig gelesen, i bims. Doch keime Sorge, die Schreiberim dieser Zeilem hat sich micht vom der deutschem Sprache verabschiedet. Dafür mag sie sie viel zu sehr.

Was Sie hier lesen, und jetzt werde ich die Rechtschreibung betreffend wieder ganz korrekt, ist ein Trend, der in den vergangenen Monaten die Jugendsprache erobert hat. Bei jeder Gelegenheit knallt einem das „I bims!“ oder eben „Hallo, i bims!“ um die Ohren. Meist noch garniert mit einem pfiffigen oder blöden Spruch. Da sind der Fantasie wahrlich keine Grenzen gesetzt.

Und das macht, so weh die Formulierung manchen Linguisten und Sprachwissenschaftlern in der Seele auch tun mag, die Sache durchaus lustig. Was wiederum dazu führt, dass die sich selbst in älteren Gehirnwindungen festsetzen kann. Seit meine Kinder damit angefangen haben, geht sogar mir das „i bims“ zuweilen recht flott über die Lippen. Und zwar so flott, dass mein Sohn unlängst meinte, ich solle es nicht übertreiben.

Er hat ja recht. Zu viel bemüht wird der beste Witz einmal langweilig. Also liebe Eltern und andere Erziehungsberechtigte, die das „i bims“ ihres Nachwuchses nicht mehr hören können: Wir haben schon so viele Entwicklungen in der Jugendsprache überstanden. Wir werden auch „i bims“ überstehen. Und wer weiß, irgendwann freuen wir uns vielleicht, wenn der flügge gewordene Sprössling mit einem fröhlichen „Mama, i bims!“ wieder einmal auf der Matte steht.

marlies.mohr@vn.at